US-Senat: 2006 wird "Year of Study Abroad"
Dass die Kenntnis fremder Länder und Kulturen nicht gerade zu den Stärken der meisten Amerikaner gehört, ist bekannt und gibt in Europa häufig Anlass zu unbehaglicher Heiterkeit angesichts des Umfangs, in dem die US-Regierung weltweit Militär stationiert hat und ihren nicht geringen Einfluss ausübt. Man mag argumentieren, dass der Durchschnittsamerikaner genug damit zu tun hat, sein riesiges eigenes Land zu überblicken und kennen zu lernen. Und außerdem: Was weiß der Durchschnittsdeutsche schon über China oder Indien?
Doch auch die amerikanischen Studierenden (und damit das zukünftige Führungspersonal des Landes) sind in internationalen Fragen alles andere als versiert: Bei einer Umfrage des National Geographic konnten 87% der Studierenden zwischen 18 und 24 den Irak nicht auf einer Weltkarte finden. 58% wussten nicht, wo sich Afghanistan befindet, und 11% konnten nicht einmal die USA ausfindig machen. Unter Experten besteht Einigkeit, dass sich diese Defizite am besten dadurch verringern lassen, indem mehr US-Studierende als bisher einen Teil ihres Studiums im Ausland verbringen. Zwar hat der jüngst veröffentlichte Open Doors-Bericht gezeigt, dass der Trend in Richtung „Study Abroad“ weiter anhält und sich die Zahl der US-Studierenden, die während des Studiums Zeit im Ausland verbringen, seit den achtziger Jahren fast verdreifacht hat. Mit rund 190.000 liegt ihr Gesamtanteil jedoch immer noch bei weniger als 1% aller Studierenden.
Auf Initiative des demokratischen Senators Richard Durbin hat deshalb der US-Senat jetzt eine Resolution verabschiedet, die das Jahr 2006 zum „Year of Study Abroad“ erklärt. Mit dieser primär symbolischen Geste soll der amerikanischen Öffentlichkeit, den politischen Entscheidungsträgern und den Hochschulen signalisiert werden, wie wichtig „a globally competent citizenship“ nicht zuletzt für die zukünftige Sicherheit und globale Wettbewerbsfähigkeit des Landes ist. Hoffen wir, dass der Ruf gehört wird. (Dank an Stefan Altevogt vom DAAD für den Hinweis.)
Doch auch die amerikanischen Studierenden (und damit das zukünftige Führungspersonal des Landes) sind in internationalen Fragen alles andere als versiert: Bei einer Umfrage des National Geographic konnten 87% der Studierenden zwischen 18 und 24 den Irak nicht auf einer Weltkarte finden. 58% wussten nicht, wo sich Afghanistan befindet, und 11% konnten nicht einmal die USA ausfindig machen. Unter Experten besteht Einigkeit, dass sich diese Defizite am besten dadurch verringern lassen, indem mehr US-Studierende als bisher einen Teil ihres Studiums im Ausland verbringen. Zwar hat der jüngst veröffentlichte Open Doors-Bericht gezeigt, dass der Trend in Richtung „Study Abroad“ weiter anhält und sich die Zahl der US-Studierenden, die während des Studiums Zeit im Ausland verbringen, seit den achtziger Jahren fast verdreifacht hat. Mit rund 190.000 liegt ihr Gesamtanteil jedoch immer noch bei weniger als 1% aller Studierenden.
Auf Initiative des demokratischen Senators Richard Durbin hat deshalb der US-Senat jetzt eine Resolution verabschiedet, die das Jahr 2006 zum „Year of Study Abroad“ erklärt. Mit dieser primär symbolischen Geste soll der amerikanischen Öffentlichkeit, den politischen Entscheidungsträgern und den Hochschulen signalisiert werden, wie wichtig „a globally competent citizenship“ nicht zuletzt für die zukünftige Sicherheit und globale Wettbewerbsfähigkeit des Landes ist. Hoffen wir, dass der Ruf gehört wird. (Dank an Stefan Altevogt vom DAAD für den Hinweis.)
TransatlanTicker - 1. Dez, 22:52




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