US-Germanistik in der Krise: Chance für Deutsche
Die wissenschaftliche Beschäftigung mit deutschsprachiger Kultur und Literatur stößt unter amerikanischen Studierenden seit einigen Jahren offenbar auf immer weniger Interesse. Vor kurzem berichtete der Deutschlandfunk über die Krise des Studienfachs Germanistik (German Studies) an Colleges und Universitäten in den USA, und zwar am Beispiel der Duke University in North Carolina, wo die Germanisten trotz absolut vorzeigbarer Leistungen akademisch nur eine Randrolle spielen – im Gegensatz etwa zur Anglistik und den vergleichenden Literaturwissenschaften, die an Duke nicht zuletzt aufgrund vieler prominenter Namen einen hervorragenden Ruf genießen. Schon während meiner eigenen Studienzeit an Duke Ende der neunziger Jahre hatte der Fachbereich mit einer sinkenden Nachfrage zu kämpfen – ich kann die Diagnose des Berichts also nur bestätigen.
Am Mauerblümchendasein der Duke-Germanistik soll sich aber nun etwas ändern: Der Fachbereich möchte intensiv um neue Studierende werben und legt demnächst zu diesem Zweck gemeinsam mit der staatlichen University of North Carolina im benachbarten Chapel Hill einen neuen Master-Studiengang auf, der in den USA seinesgleichen suchen soll. Mit diesem erweiterten Angebot sollen auch vermehrt deutsche Studierende zum Germanistikstudium an die Universität gelockt werden. Wer also am Duke German Department sein Studium im Rahmen einer Promotion fortsetzen möchte, kann mit intensiver Betreuung und einem Vollstipendium rechnen. Germanisten: Go west!
Den Beitrag von Antje Allroggen wird übrigens auch als Audio on Demand bereitgestellt, so dass man sich auch die O-Töne der Professoren anhören kann. Eine kleine Anmerkung noch von mir dazu: Ein „Ivy-League Ranking“ von US-Universitäten gibt es nicht; und selbst wenn es eines gäbe, könnte die Duke University dort nicht auf dem fünften Platz stehen, weil sie nicht zur Ivy League gehört.
Verwandte Artikel:
>> University of Southern California schließt den Fachbereich Deutsch
Am Mauerblümchendasein der Duke-Germanistik soll sich aber nun etwas ändern: Der Fachbereich möchte intensiv um neue Studierende werben und legt demnächst zu diesem Zweck gemeinsam mit der staatlichen University of North Carolina im benachbarten Chapel Hill einen neuen Master-Studiengang auf, der in den USA seinesgleichen suchen soll. Mit diesem erweiterten Angebot sollen auch vermehrt deutsche Studierende zum Germanistikstudium an die Universität gelockt werden. Wer also am Duke German Department sein Studium im Rahmen einer Promotion fortsetzen möchte, kann mit intensiver Betreuung und einem Vollstipendium rechnen. Germanisten: Go west!
Den Beitrag von Antje Allroggen wird übrigens auch als Audio on Demand bereitgestellt, so dass man sich auch die O-Töne der Professoren anhören kann. Eine kleine Anmerkung noch von mir dazu: Ein „Ivy-League Ranking“ von US-Universitäten gibt es nicht; und selbst wenn es eines gäbe, könnte die Duke University dort nicht auf dem fünften Platz stehen, weil sie nicht zur Ivy League gehört.
Verwandte Artikel:
>> University of Southern California schließt den Fachbereich Deutsch
TransatlanTicker - 28. Mrz, 14:04



