US-Senat plant Green Cards für internationale Absolventen von US-Hochschulen

Gute Nachrichten für angehende Doktoranden in den Ingenieurs- und Naturwissenschaften, die sich für ein Graduiertenstudium in den USA interessieren: Es tut sich etwas in Sachen Liberalisierung der US-Einwanderungsgesetzgebung! Der amerikanische Senat debattiert zur Zeit eine Gesetzesvorlage, nach der die USA dem derzeitigen Mangel an hoch qualifizierten Ingenieuren, Naturwissenschaftlern und Mathematikern im Land dadurch begegnen wollen, dass es internationalen Absolventen dieser Fachrichtungen erleichtert werden soll, im Anschluss an ihr Studium an einer US-Hochschule eine unbefristete Arbeitserlaubnis für die USA zu erhalten. Zu diesem Zweck soll eine neue Visumskategorie (F4) eingeführt werden, die sich nach Abschluss des Studiums unbürokratisch von einem Studentenvisum in eine Green Card umwandeln lässt.

Nach den derzeit gültigen Bestimmungen müssen internationale Studierende bereits bei der Beantragung ihrer Visa versichern, dass sie die USA nach Abschluss ihres Studiums wieder verlassen werden. Wer dennoch dauerhaft in den USA arbeiten möchte, sieht sich mit denselben langen Wartezeiten und Green Card-Obergrenzen konfrontiert wie alle anderen Bewerber, die nicht in den USA studiert haben, auch. Dieser Zustand schreckt erstens viele Interessen bereits im Vorfeld ab und lässt sie in Richtung anderer Länder abwandern, wo die Regelungen längst liberalisiert wurden, und zweitens gehen den USA dadurch im globalen Wettbewerb Tausende von Experten verloren, obwohl sie zuvor teilweise über Jahre hinweg im eigenen Land ausgebildet wurden.

Von der neuen Visumskategorie würde eine Vielzahl von internationalen Studierenden profitieren: Nach aktuellen Zählungen der National Science Foundation erwarben in den USA im Jahr 2003 mehr als 9.000 Studierende aus dem Ausland einen Doktortitel in den Ingenieurs- und Naturwissenschaften, und mehr als 22.0000 erhielten im Jahr zuvor einen Master-Titel. Bevor die geplanten Neuregelungen in Kraft treten können, wird allerdings noch einige Zeit verstreichen. Vor den Neuwahlen im November dieses Jahres ist mit einer Verabschiedung dieser Gesetzesvorlage keinesfalls zu rechnen. Nachzulesen im Chronicle of Higher Education.

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