Geplante Visumsänderung: Bald keine USA-Praktika mehr für internationale Studierende?
Schlechte Nachrichten aus dem US State Department: Sollte demnächst ein Entwurf zur Änderung der Visumsbestimmungen wie geplant Wirklichkeit werden, dürften Studierende aus Deutschland und allen anderen Ländern bald kein Praktikum mehr in den USA absolvieren. Bislang können ausländische Studierende, Absolventen und junge Berufstätige im Rahmen des J-1 Programmes ein bis zu 18-monatiges, studien- oder berufsbezogenes Praktikum in einem amerikanischen Unternehmen machen, solange eine Reihe von Auflagen erfüllt sind und der Visumsantrag von einer autorisierten Austauschorganisation für seriös befunden wurde. Nach den aktuellen Plänen des US-Außenministeriums soll diese Möglichkeit jedoch künftig nur noch frisch gebackenen Hochschulabsolventen offen stehen. Begründet wird diese drastische Einschränkung – wie schon so oft in der Vergangenheit – mit dem Missbrauch, der angeblich noch immer mit dieser Visumskategorie betrieben wird.
Seit Bekanntwerden dieses Änderungsvorhabens Anfang April schrillen die Glocken aller im transatlantischen Bildungsaustausch beteiligten Institutionen und Organisationen natürlich Alarm. Es ist aber auch ein starkes Stück: Einerseits bekunden ranghöchste Vertreter der US-Regierung noch vor wenigen Monaten die immense Bedeutung des internationalen Studierendenaustauschs für die Zukunftsfähigkeit der amerikanischen Gesellschaft und die nationale Sicherheit, andererseits würde mit einer solchen Maßnahme die Möglichkeit junger Menschen, berufliche Erfahrungen in den USA zu sammeln und das gegenseitige Verständnis zu stärken, in erheblichem Maße beschnitten. Insbesondere für die zuletzt arg belasteten deutsch-amerikanischen Beziehungen, die sich gerade erst langsam zu erholen beginnen, wäre eine solche kulturpolitische Entscheidung ohne Zweifel ein herber Rückschlag.
Nun ist in dieser Sache natürlich noch längst nicht aller Tage Abend: Bis zum Ende der Konsultationsphase am 6. Juni haben Interessengruppen und andere gesellschafts- und kulturpolitische Akteure die Möglichkeit, dem US-Außenministerium eine Stellungnahme zu den geplanten Änderungen einzureichen. Und die Lobbyarbeit läuft bereits auf vollen Touren: NAFSA: Association of International Educators hat ein Schreiben aufgesetzt, das US-Hochschulen als Vorlage für Ihre Stellungnahme verwenden können; der DAAD bereitet etwas Ähnliches für deutsche Universitäten vor. Bei der Alliance for International Educational and Cultural Exchange finden amerikanische Unternehmen ein ähnliches Schriftstück, mit dem sie ihrem Ärger über den drohenden Verlust internationaler Praktikanten Luft machen können. Bleibt also abzuwarten, was aus der Sache am Ende wird. Wer auf einen Kompromiss tippt, bei dem nur ein Teil der geplanten Änderungen tatsächlich in Kraft tritt, liegt sicher nicht ganz falsch.
Nachtrag Juli 2007: Genau ist es schließlich gekommen. Die meisten Änderungen sind aus Sicht der Praktikanten sogar positiv.
Seit Bekanntwerden dieses Änderungsvorhabens Anfang April schrillen die Glocken aller im transatlantischen Bildungsaustausch beteiligten Institutionen und Organisationen natürlich Alarm. Es ist aber auch ein starkes Stück: Einerseits bekunden ranghöchste Vertreter der US-Regierung noch vor wenigen Monaten die immense Bedeutung des internationalen Studierendenaustauschs für die Zukunftsfähigkeit der amerikanischen Gesellschaft und die nationale Sicherheit, andererseits würde mit einer solchen Maßnahme die Möglichkeit junger Menschen, berufliche Erfahrungen in den USA zu sammeln und das gegenseitige Verständnis zu stärken, in erheblichem Maße beschnitten. Insbesondere für die zuletzt arg belasteten deutsch-amerikanischen Beziehungen, die sich gerade erst langsam zu erholen beginnen, wäre eine solche kulturpolitische Entscheidung ohne Zweifel ein herber Rückschlag.
Nun ist in dieser Sache natürlich noch längst nicht aller Tage Abend: Bis zum Ende der Konsultationsphase am 6. Juni haben Interessengruppen und andere gesellschafts- und kulturpolitische Akteure die Möglichkeit, dem US-Außenministerium eine Stellungnahme zu den geplanten Änderungen einzureichen. Und die Lobbyarbeit läuft bereits auf vollen Touren: NAFSA: Association of International Educators hat ein Schreiben aufgesetzt, das US-Hochschulen als Vorlage für Ihre Stellungnahme verwenden können; der DAAD bereitet etwas Ähnliches für deutsche Universitäten vor. Bei der Alliance for International Educational and Cultural Exchange finden amerikanische Unternehmen ein ähnliches Schriftstück, mit dem sie ihrem Ärger über den drohenden Verlust internationaler Praktikanten Luft machen können. Bleibt also abzuwarten, was aus der Sache am Ende wird. Wer auf einen Kompromiss tippt, bei dem nur ein Teil der geplanten Änderungen tatsächlich in Kraft tritt, liegt sicher nicht ganz falsch.
Nachtrag Juli 2007: Genau ist es schließlich gekommen. Die meisten Änderungen sind aus Sicht der Praktikanten sogar positiv.
TransatlanTicker - 8. Mai, 22:32




Trackback URL:
http://transatlanticker.twoday.net/stories/1935251/modTrackback