Master-Studiengang in Klimastudien an der Columbia University, New York

Übers Wetter reden alle, und über Unwetter erst recht. Aber wie genau die Klimakatastrophen, die sich in den letzten Jahren zu häufen scheinen, entstehen und – genauso wichtig – wie sich Politik, Wirtschaft und Gesellschaft auf die damit verbundenen und nur teilweise zu kontrollierenden Risiken einstellen können, das wissen nur wenige. Ein neuer einjähriger Master- Studiengang an der Columbia University (New York) möchte hier Abhilfe schaffen: Im Rahmen des interdisziplinären M.A. Program in Climate and Society sollen die komplexen Verbindungen zwischen Klimawandel und der menschlichen Gesellschaft herausgearbeitet und für den politischen Entscheidungsprozess nutzbar gemacht werden.

Zu den Kursthemen gehören z.B. Klimavariabilität und –wandel und deren Auswirkungen, die Klimaempfindlichkeit natürlicher und menschlicher Systeme, Politik unter Bedingungen der Unsicherheit, nationale und internationale Umweltpolitik, Umweltökonomik sowie Forschungspraktika in verschiedenen Bereichen.

Wer sich für diesen innovativen und spannenden Studiengang bewerben möchte, muss nicht bereits meteorologischer Experte sein, sollte aber mindestens über einen Bachelorabschluss in einer der Natur-, Ingenieurs- oder Sozialwissenschaften verfügen. Arbeitserfahrung ist nicht unbedingt erforderlich. Ansonsten müssen die für eine Bewerbung an einer US-Universität typischen Unterlagen eingereicht werden, wie z.B. TOEFL- und GRE- Ergebnisse. Die Gesamtkosten für diesen Studiengang betragen einschließlich der Studiengebühren und Lebenshaltungskosten rund 60.000 US-Dollar. Da es sich beim Klimawandel jedoch um eines der brennendsten Themen unserer Zeit handelt, dürften sich die Absolventen dieses Studiengangs im Anschluss vor Jobangeboten kaum retten können. Eine Bewerbung zum Studienbeginn im September 2006 ist nach Angaben der Hochschule nach wie vor möglich.
Andreas Berg (Gast) - 18. Jul, 13:45

Beachtlich

Bisher haben einflussreiche US-Amerikaner ja immer dementiert, dass es überhaupt einen zusammenhang zwischen Gesellschaft und Klimawandel gibt. Den Studien, die der Rest der Welt vorgelegt hat, wurde kein Glauben geschenkt. Umso beachtlicher dieser neue Studiengang. Ich hoffe mal, dass der Studiengang viele brilliante Wissenschaftler hervorbringt, die fundiert die Zusammenhänge untersuchen und kundtun. Vielleicht werden diese Wissenschaftler dann auch innerhalb der USA erhört.

Lisa (Gast) - 21. Mrz, 16:34

Zum Kommentar "Beachtlich"

Sorry, aber einige der frühesten und pessimistischsten Studien zum Klimawandel stammen aus den USA und nicht vom "Rest der Welt". Letzterer war nur mit überhasteten Rezepten schneller bei der Hand, deren Effizienz sich erst erweisen muß :-)

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