USA-Stipendien für Schachspieler

Um im Schachspiel erfolgreich zu sein, benötigt man logisches Denkvermögen, eine ausgeprägte Kombinationsgabe, vorausschauendes Denken und die Bereitschaft zum fantasievollen Experiment. Das sind Eigenschaften und Fähigkeiten, die auch für ein wissenschaftliches Studium von Nutzen sind. Nicht zuletzt deshalb werben einige amerikanische Hochschulen seit neuestem mit großzügigen Stipendien um herausragende Schachspieler, wie die New York Times kürzlich berichtete. Dabei handelt es sich um Universitäten wie die Texas Tech University, die University of Texas at Dallas, die University of Connecticut oder die University of Maryland, die allesamt nicht unbedingt zur Creme de la Creme der US-Hochschullandschaft zählen und mit diesen Stipendien talentierte Bewerber auf sich aufmerksam machen möchten, die sich sonst wahrscheinlich eher nicht für diese Unis interessiert hätten. Außerdem lässt sich mit solch außergewöhnlichen Programmen natürlich das eigene Profil schärfen, was im stetigen Wettbewerb um öffentliche Aufmerksamkeit ein wichtiger strategischer Pluspunkt ist.

Das älteste der rund 10 universitären Schachprogramme in den USA ist das der University of Maryland, deren Team bereits mehrfach die amerikanischen College-Meisterschaften im Schach gewonnen hat. Wer dort eines der insgesamt acht Schachstipendien ergattert, erhält über vier Jahre bis zu 70.000 US-Dollar für Studiengebühren, Unterkunft und Verpflegung. Diese Stipendien stehen ausdrücklich auch qualifizierten Bewerbern aus dem Ausland offen. An der Texas Tech University z.B. decken sie für internationale Bewerber rund 75% der Studiengebühren ab, für Bewerber aus Texas dagegen nur rund 25%. Auf potenzielle Kandidaten werden die Unis häufig auf Schachturnieren aufmerksam, die zum Teil von den Hochschulen selbst veranstaltet werden. Aber auch eine Initiativbewerbung ist selbstverständlich möglich. Den ganzen New York Times-Artikel gibt es hier.

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Glarean Magazin - 1. Jul, 01:07

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