US Campus-Besichtigung in Second Life
Campus-Besichtigungen gehören für amerikanische Schüler, die nach dem High School Abschluss studieren möchten, während der Zeit der College-Bewerbung zum Pflichtprogramm: Schließlich möchte man den Ort, an dem man womöglich die nächsten vier bis sechs Jahre seines Lebens verbringen wird, vorher mit eigenen Augen gesehen und ein Gefühl für die Atmosphäre bekommen haben. Natürlich ist es angesichts der geografischen Ausmaße der USA kaum möglich, alle in Frage kommenden Hochschulen persönlich abzuklappern. Für diejenigen, die nicht selbst für einen Besuch vorbeikommen können, hat die Case Western Reserve University in Cleveland (Ohio) jetzt eine Kopie ihres Campus in die virtuelle Welt Second Life gestellt, einschließlich einiger Avatare, die Besucher auf ihrem Rundgang begleiten. Fast wie im richtigen Leben. Nur dass man als Second Life Campus-Lotse nicht erst vorher lernen muss, rückwärts zu laufen und dabei gleichzeitig zu sprechen. Von der Möglichkeit des Fliegens ganz zu schweigen.
Jeff Young, Reporter bei der Fachzeitschrift Chronicle of Higher Education, hat sich die Sache angesehen und seinen Besuch als Video auf die Webseite des Magazins gestellt. In dem kurzen Film besichtigt er einige Gebäude auf dem Universitätscampus, darunter eines der kürzlich neu erbauten Studentenwohnheime. Der Begriff "Wohnheim" ist allerdings leicht untertrieben, denn dabei handelt es sich um ziemlich luxuriöse Apartment-Suiten, in denen zwei bis neun Studierende gemeinsam leben. Zur Einrichtung gehören komplette Einbauküchen inklusive Geschirrspüler, Einzel- und Doppelzimmer sowie Wohnzimmer mit Panoramafenstern. Die Kopie in Second Life zeigt sogar den Ausblick auf den Sportplatz, um den herum diese Wohnanlagen gebaut sind. Außerdem besichtigt Young während seiner Tour einen virtuellen Hörsaal und ein ausgewähltes Restaurant, das aus Platzmangel kurzerhand in die Wolken verlegt wurde.
Ich bin kein Second Life-Nutzer und kann mir auch nur schwer vorstellen, dass eine solche virtuelle Tour ein Ersatz für einen realen Besuch sein kann. Case Western Reserve sieht die Sache denn auch eher als Experiment, dessen Wirkung nur schwer zu messen sein wird. Bislang haben sich rund 40 Besucher-Avatare auf diese Art und Weise den Campus zeigen lassen. Die Universität im Osten Clevelands ist übrigens in erster Linie für ihre hervorragende Ausbildung in den Ingenieurs- und Naturwissenschaften bekannt. Der Bachelorstudiengang in Polymer-Wissenschaften gehört sogar zu den ganz wenigen dieser Art in den USA. Allerdings steht die Hochschule auch in dem Ruf, ziemlich vergnügungsarm zu sein, weil die (mehrheitlich männlichen) Studierenden auch am Wochenende lieber vor ihren Computern hocken als auszugehen. So erklärt sich wohl auch, warum der virtuelle Campus in Second Life komplett menschenleer ist.
Jeff Young, Reporter bei der Fachzeitschrift Chronicle of Higher Education, hat sich die Sache angesehen und seinen Besuch als Video auf die Webseite des Magazins gestellt. In dem kurzen Film besichtigt er einige Gebäude auf dem Universitätscampus, darunter eines der kürzlich neu erbauten Studentenwohnheime. Der Begriff "Wohnheim" ist allerdings leicht untertrieben, denn dabei handelt es sich um ziemlich luxuriöse Apartment-Suiten, in denen zwei bis neun Studierende gemeinsam leben. Zur Einrichtung gehören komplette Einbauküchen inklusive Geschirrspüler, Einzel- und Doppelzimmer sowie Wohnzimmer mit Panoramafenstern. Die Kopie in Second Life zeigt sogar den Ausblick auf den Sportplatz, um den herum diese Wohnanlagen gebaut sind. Außerdem besichtigt Young während seiner Tour einen virtuellen Hörsaal und ein ausgewähltes Restaurant, das aus Platzmangel kurzerhand in die Wolken verlegt wurde. Ich bin kein Second Life-Nutzer und kann mir auch nur schwer vorstellen, dass eine solche virtuelle Tour ein Ersatz für einen realen Besuch sein kann. Case Western Reserve sieht die Sache denn auch eher als Experiment, dessen Wirkung nur schwer zu messen sein wird. Bislang haben sich rund 40 Besucher-Avatare auf diese Art und Weise den Campus zeigen lassen. Die Universität im Osten Clevelands ist übrigens in erster Linie für ihre hervorragende Ausbildung in den Ingenieurs- und Naturwissenschaften bekannt. Der Bachelorstudiengang in Polymer-Wissenschaften gehört sogar zu den ganz wenigen dieser Art in den USA. Allerdings steht die Hochschule auch in dem Ruf, ziemlich vergnügungsarm zu sein, weil die (mehrheitlich männlichen) Studierenden auch am Wochenende lieber vor ihren Computern hocken als auszugehen. So erklärt sich wohl auch, warum der virtuelle Campus in Second Life komplett menschenleer ist.
TransatlanTicker - 4. Jun, 13:49




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