Antiamerikanismus
Gerade bei Spiegel Online gesehen: ein Bericht über die leidvollen Erfahrungen amerikanischer Gaststudenten in Deutschland, die sich in fast jedem Gespräch mit Deutschen gefälligst zuerst für Bush, Irak-Krieg, Todesstrafe, Fast Food und andere Facetten der amerikanischen "Unkultur" zu rechtfertigen haben. Diese Berichte decken sich ziemlich genau mit dem, was ich selbst im letzten Jahr von US-Gaststudenten aus New York erfahren konnte. Sogar ich muss mich gelegentlich mit solchen selbsternannten deutschen Bescheidwissern herumschlagen, die meistens noch nie in den USA gewesen sind. Erstaunlicherweise sind diejenigen, die das Freund-Feind-Denken und die Schwarz-Weiß-Malerei der Bush-Regierung am schärfsten verurteilen, selbst häufig zu keinerlei Grautönen fähig, sobald es um die USA geht. Extrem nervig, zumal es sich bei den betreffenden Personen ansonsten eigentlich um recht gescheite Leute handelt. Der im Spiegel-Artikel zitierte Andrei Markovits hat völlig Recht: "Antiamerikanismus ist das einzige Vorurteil in Deutschland, das mit sozialem Status und höherer Bildung noch zunimmt."
TransatlanTicker - 26. Jul, 10:52



