Schroffes Schreiben von US-Behörde: "Sie sind ein Sicherheitsrisiko"
Wer in den USA an einem Hafen arbeiten möchte, muss sich neuerdings einer speziellen Sicherheitsprüfung unterziehen. Damit soll verhindert werden, dass Personen, die terroristische Aktivitäten oder andere Sabotageakte planen, Zugang zu diesen empfindlichen Arealen erhalten. Nur die Inhaber des neu geschaffenen Transportation Worker Identification Credential (TWIC) dürfen das Gelände künftig ohne Begleitung betreten. Mit der Ausgabe der Ausweise wurde im Oktober letzten Jahres begonnen, und bis Ende 2008 sollen sukzessive rund eine Million Hafenangestellte, Dockarbeiter, Lastwagenfahrer und andere Personen die Erlaubnis erhalten. Betroffen von der Regelung sind auch Studenten und Doktoranden, die sich zu Forschungszwecken am Hafen aufhalten möchten. Und dass die Genehmigung des Antrages beileibe keine Selbstverständlichkeit ist, mussten nun rund 5.000 Bewerber erfahren, deren Anträge von der Sicherheitsbehörde abgelehnt wurden - darunter auch viele Doktoranden aus dem Ausland, wie die New York Times kürzlich berichtete.
An den Ablehnungsschreiben war besonders der schroffe Tonfall bemerkenswert: "Ich komme zu dem Schluss", heißt es darin, "dass Sie ein Sicherheitsrisiko darstellen." So etwas möchte niemand gerne im Bescheid einer US-Behörde lesen, und schon gar nicht, wenn man sich als Ausländer mit einem Studentenvisum in den USA aufhält. Steht das Wörtchen "Sicherheitsrisiko" erst einmal neben dem Fingerabdruck in der Personalakte, sind Komplikationen bei der Ein- und Ausreise vorprogrammiert, befürchten internationale Doktoranden wie der Deutsche Wilken-Jon von Appen, der am renommierten MIT in Meereskunde promoviert und wie viele seiner Kommilitonen nicht die Genehmigung erhielt, am Hafen zu forschen. Die US-Beamten beschwichtigen: Die Wortwahl sei etwas unglücklich getroffen und werde in künftigen Bescheiden abgeändert. Bei der Ablehnung jedoch bleibt es: Die meisten ausländischen Studierenden dürfen in den USA nicht eigenständig in der Hafengegend tätig sein, sondern nur gemeinsam mit einem TWIC-zertifizierten Begleiter. Probleme bei der Sicherheitskontrolle am Flughafen bräuchten sie jedoch nicht zu befürchten, so die US-Behörden. Hoffentlich stimmt's.
An den Ablehnungsschreiben war besonders der schroffe Tonfall bemerkenswert: "Ich komme zu dem Schluss", heißt es darin, "dass Sie ein Sicherheitsrisiko darstellen." So etwas möchte niemand gerne im Bescheid einer US-Behörde lesen, und schon gar nicht, wenn man sich als Ausländer mit einem Studentenvisum in den USA aufhält. Steht das Wörtchen "Sicherheitsrisiko" erst einmal neben dem Fingerabdruck in der Personalakte, sind Komplikationen bei der Ein- und Ausreise vorprogrammiert, befürchten internationale Doktoranden wie der Deutsche Wilken-Jon von Appen, der am renommierten MIT in Meereskunde promoviert und wie viele seiner Kommilitonen nicht die Genehmigung erhielt, am Hafen zu forschen. Die US-Beamten beschwichtigen: Die Wortwahl sei etwas unglücklich getroffen und werde in künftigen Bescheiden abgeändert. Bei der Ablehnung jedoch bleibt es: Die meisten ausländischen Studierenden dürfen in den USA nicht eigenständig in der Hafengegend tätig sein, sondern nur gemeinsam mit einem TWIC-zertifizierten Begleiter. Probleme bei der Sicherheitskontrolle am Flughafen bräuchten sie jedoch nicht zu befürchten, so die US-Behörden. Hoffentlich stimmt's.
TransatlanTicker - 21. Mai, 13:54




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