Heimat der X-Ringe: St. Francis Xavier University
TransatlanTicker on Tour: Im Sommer 2008 war ich zu Gast in der kanadischen Provinz Nova Scotia, die aufgrund ihres exzellenten Bildungssystems auch als "Canada's education province" gilt. Während meiner zehntägigen Campusreise hatte ich die Gelegenheit, neben einigen ausgewählten High Schools und Sprachschulen vor allem die zahlreichen Universitäten der Provinz näher kennen zu lernen, die zu den besten in ganz Kanada gehören. Heute im Porträt: die St. Francis Xavier University.
Treffen sich irgendwo auf der Welt zwei Absolventen der St. Francis Xavier University, der zweiten Station meiner Campusreise durch die kanadische Provinz Nova Scotia, erkennen sie sich meistens, ehe auch nur ein Wort gewechselt wird. Ein kurzer Blick auf den Ringfinger genügt, denn dort blitzt in aller Regel ein schwarzes X in goldener Fassung: der berühmte X-Ring, den fast alle Studierenden der Hochschule kurz vor Abschluss ihres Studiums in einer feierlichen Zeremonie jeweils am 3. Dezember, dem Namenstag des Heiligen Franz Xaver, verliehen bekommen. Diesem Ereignis, zu dem weder Eltern noch Verwandte, sondern ausschließlich andere Träger des Rings Zutritt haben, fiebern die meisten schon im ersten Semester entgegen, denn der X-Ring, den viele ein Leben lang wie einen Ehering tragen, symbolisiert neben der Mitgliedschaft in einem exklusiven Club alles, wofür die mehr als 150 Jahre alte staatliche Hochschule mit katholischen Wurzeln steht: identitätsstiftende Tradition, ganzheitliche Bildung und eine eingeschworene, fast familiäre Gemeinschaft.
Die St. Francis Xavier University, überall nur kurz St. FX (sprich: Saint-Eff-Ex) genannt, liegt in Antingonish, einer Kleinstadt mit rund 4000 Einwohnern, die überregional als Austragungsort der ältesten Highland- Games auf dem nordamerikanischen Kontinent bekannt ist. (Immerhin befinden wir uns hier in Neuschottland.) Aber auch das dreitägige Evolve-Festival mit alternativer Musik zieht jeden Sommer die Massen an. In der kanadischen Hochschullandschaft, die überwiegend von großen Forschungsuniversitäten bestimmt ist, punkten die Atlantikprovinzen vor allem mit hervorragenden kleinen Hochschulen, die sich auf die Bachelorausbildung konzentrieren, besonderen Wert auf die Lehre legen, individuelle Betreuung bieten und der Großteil ihrer selten mehr als 4000 Studierenden in Wohnheimen auf dem Campus unterbringen. So entsteht eine für Kanada eher untypische Lern- und Lebensgemeinschaft, wie man sie von Colleges aus den USA kennt. Und in der Gruppe der kleineren kanadischen Hochschulen belegt St. FX in den Rankings regelmäßig einen der Spitzenplätze.
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Treffen sich irgendwo auf der Welt zwei Absolventen der St. Francis Xavier University, der zweiten Station meiner Campusreise durch die kanadische Provinz Nova Scotia, erkennen sie sich meistens, ehe auch nur ein Wort gewechselt wird. Ein kurzer Blick auf den Ringfinger genügt, denn dort blitzt in aller Regel ein schwarzes X in goldener Fassung: der berühmte X-Ring, den fast alle Studierenden der Hochschule kurz vor Abschluss ihres Studiums in einer feierlichen Zeremonie jeweils am 3. Dezember, dem Namenstag des Heiligen Franz Xaver, verliehen bekommen. Diesem Ereignis, zu dem weder Eltern noch Verwandte, sondern ausschließlich andere Träger des Rings Zutritt haben, fiebern die meisten schon im ersten Semester entgegen, denn der X-Ring, den viele ein Leben lang wie einen Ehering tragen, symbolisiert neben der Mitgliedschaft in einem exklusiven Club alles, wofür die mehr als 150 Jahre alte staatliche Hochschule mit katholischen Wurzeln steht: identitätsstiftende Tradition, ganzheitliche Bildung und eine eingeschworene, fast familiäre Gemeinschaft.
Die St. Francis Xavier University, überall nur kurz St. FX (sprich: Saint-Eff-Ex) genannt, liegt in Antingonish, einer Kleinstadt mit rund 4000 Einwohnern, die überregional als Austragungsort der ältesten Highland- Games auf dem nordamerikanischen Kontinent bekannt ist. (Immerhin befinden wir uns hier in Neuschottland.) Aber auch das dreitägige Evolve-Festival mit alternativer Musik zieht jeden Sommer die Massen an. In der kanadischen Hochschullandschaft, die überwiegend von großen Forschungsuniversitäten bestimmt ist, punkten die Atlantikprovinzen vor allem mit hervorragenden kleinen Hochschulen, die sich auf die Bachelorausbildung konzentrieren, besonderen Wert auf die Lehre legen, individuelle Betreuung bieten und der Großteil ihrer selten mehr als 4000 Studierenden in Wohnheimen auf dem Campus unterbringen. So entsteht eine für Kanada eher untypische Lern- und Lebensgemeinschaft, wie man sie von Colleges aus den USA kennt. Und in der Gruppe der kleineren kanadischen Hochschulen belegt St. FX in den Rankings regelmäßig einen der Spitzenplätze.>> Ganzen Artikel lesen ...
TransatlanTicker - 13. Mai, 15:13




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