Wenn es um Studieren, Arbeiten und Forschen im Ausland geht, sind und bleiben die USA trotz schwieriger politischer Großwetterlage und verschärfter Einreisebestimmungen das Wunschziel Nummer 1 von Tausenden (nicht nur) deutschen Studierenden, Praktikanten und Wissenschaftlern. Mit Recht: Viele amerikanische Hochschulen und Unternehmen sind weltweit führend und setzen wissenschaftlich wie wirtschaftlich-technisch die innovativen Akzente, die häufig zum internationalen Maßstab werden. Wer wie ich einmal längere Zeit als Student an einer U.S. Universität verbracht hat, weiß überdies um die besondere Betreuung und Wertschätzung, die jedem/r einzelnen Studierenden dort entgegen gebracht wird, und um die motivierende Campus-Atmosphäre, die deutsche Hochschulen trotz mancher Reformen immer noch allzu häufig vermissen lassen.
Im Gegensatz zur immer einfacher werdenden Studien- und Arbeitsmobilität innerhalb der Europäischen Union ist ein Bildungsaufenthalt in den USA jedoch mehr denn je mit intensiver Vorbereitung und langfristiger Planung verbunden. Und das nicht nur aus organisatorischen und visumsrechtlichen Gründen: Zu komplex und unterschiedlich ist das amerikanische Bildungssystem, als dass sich ein ernsthaftes Vorhaben mal eben mit links realisieren ließe. Aus meiner langjährigen Erfahrung als US-Studienberater weiß ich, dass vielen Interessenten die entscheidenden Fragen, die eigentlich zu klären wären, zu Beginn unserer Gespräche noch gar nicht bewusst waren.
Angesichts einer in vieler Hinsicht nur scheinbaren Angleichung der deutschen und amerikanischen Hochschulsysteme durch die flächendeckende Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen sind also Informationen und praktische Tipps zur Vermeidung von Missverständnissen wichtiger denn je. Übrigens nicht nur für Studierende und Praktikanten: Auch Mitarbeiter in den Akademischen Auslandsämtern, in den Personalbüros von international rekrutierenden Unternehmen oder Journalisten aus den Ressorts Wissen und Bildung müssen mit den Grundzügen des amerikanischen Bildungswesens vertraut sein und sich über aktuelle Entwicklungen auf dem Laufenden halten, um fundiert und effizient arbeiten zu können.
Für diese im weitesten Sinne transatlantische Bildungs-Community gibt es mit dem TransatlanTicker ab sofort das erste deutschsprachige Weblog zum Thema. Anders als die zahlreichen mehr oder weniger statischen Websites mit ihren einführenden Überblicksdarstellungen und Linksammlungen (als wichtigste wären an dieser Stelle die Seiten der
U.S.-Botschaft und der
Fachhochschule Hannover zu nennen) ist der TransatlanTicker wie jedes gute Weblog dynamisch, aktuell und interaktiv. Mein Ziel ist es nicht, das amerikanische Bildungssystem ein weiteres Mal ausführlich und systematisch zu beschreiben, sondern Lust auf einen Bildungsaufenthalt in den USA zu machen, praktische Tipps zu dessen Umsetzung zu liefern sowie Meinungsaustausch und transatlantisches Networking anzuregen.
In diesem Sinne: Stay tuned!
TransatlanTicker - 14. Sep, 21:49