Buchtipps: Hochschulführer Kanada
Obwohl als Auswanderungsland immer beliebter, ist Kanada als Ziel für ein Auslandsstudium bei den meisten deutschen Abiturienten, Studierenden und Absolventen noch immer weitgehend terra incognita. Noch nicht einmal klischeehafte Vorstellungen sind verbreitet: Während den meisten für die USA spontan zumindest Harvard, Princeton, Yale oder Columbia und bei Großbritannien wohl auch Oxford und Cambridge einfallen, denkt man beim Stichwort "führende kanadische Hochschulen" sofort an … na? Genau. Obwohl z.B. die University of Toronto in punkto wissenschaftliche Veröffentlichungen (sprich: Forschungsleistung) unter den nordamerikanischen Universitäten einzig von Harvard übertroffen wird, und obwohl z.B. die McGill University (Montreal) im Ranking des britischen Magazins Times Higher Education neuerdings auf Platz 12 als die beste staatliche Universität Nordamerikas geführt wird, ist die Kunde von der Qualität kanadischer Hochschulbildung in Deutschland noch nicht flächendeckend angekommen. Aber das soll sich ja nun bald ändern – ich bin gespannt.
Wer also den Gedanken an ein Studium in Kanada konkretisieren möchte, muss für's erste häufig fast bei Null anfangen. Grundlegende Informationen zu Hochschulsystem, Studienbedingungen, Bewerbung und Finanzierung habe ich im neuen DAAD-Studienführer Kanada zusammengetragen und lesefreundlich aufbereitet. Dieser einführende Ratgeber kann jedoch nicht auf das Studienangebot jeder einzelnen Hochschule eingehen. Zur weiterführenden Recherche eignen sich vor allem die folgenden beiden Bücher:
Zum einen das Directory of Canadian Universities / Répertoire des universités canadiennes. Dieser von der Association of Universities and Colleges of Canada (AUCC) herausgegebene, fast 700 Seiten starke Katalog bietet jährlich aktualisierte Informationen zu den derzeit 93 Mitgliedshochschulen der AUCC auf Englisch und Französisch. Neben einer Liste der angebotenen Studiengänge auf Bachelor- und Graduiertenniveau enthält jedes Porträt Angaben zu den Studienkosten, Unterkunftsmöglichkeiten, Serviceleistungen, Sport- und Fitnesseinrichtungen sowie zu den Forschungsschwerpunkten. Anhand eines Fächerindex lassen sich schnell die Universitäten finden, die das gesuchte Studienfach anbieten. Wer gerne etwas Gedrucktes in Händen hält, kann den Katalog für rund CDN$ 45 zzgl. Versandkosten bestellen. Die Informationen zum Fächerangebot sind jedoch auch komplett über die hervorragende Online-Datenbank abrufbar.
Eine weitere empfehlenswerte Informationsquelle aus Journalistenhand ist der Maclean’s Guide to Canadian Universities. Das Nachrichtenmagazin Macleans veröffentlicht jedes Jahr Rankings kanadischer Hochschulen, die auch in dieser jährlich erscheinenden Sonderpublikation enthalten sind. Weitaus interessanter sind jedoch die 67 ausführlichen, schön zu lesenden Hochschulporträts im Reportage-Stil, die einen guten Gesamteindruck von den Stärken einer Institution und der Campusatmosphäre vermitteln. Ergänzt werden die Porträts um viele interessante Statistiken etwa zu den Durchschnittsnoten der angenommenen Bewerber oder der Zufriedenheit der Studierenden mit ihrer Universität. Zwar geht es in dieser Publikation ausschließlich um das Bachelorstudium, aber insbesondere die Hochschulporträts können auch für angehende Masterstudenten und Doktoranden von Interesse sein. Ich empfehle den Kauf der digitalen Ausgabe, die man mit der kostenlos erhältlichen Software von Zinio genau wie die Printversion lesen kann, inklusive aller Fotos und Grafiken. (Eine Warnung an alle, die bereits den 2007 Guide gekauft haben und auf aktualisierte Hochschulporträts in der 2008er Ausgabe hoffen: leider Fehlanzeige, wie ich selbst feststellen musste.)
Wer also den Gedanken an ein Studium in Kanada konkretisieren möchte, muss für's erste häufig fast bei Null anfangen. Grundlegende Informationen zu Hochschulsystem, Studienbedingungen, Bewerbung und Finanzierung habe ich im neuen DAAD-Studienführer Kanada zusammengetragen und lesefreundlich aufbereitet. Dieser einführende Ratgeber kann jedoch nicht auf das Studienangebot jeder einzelnen Hochschule eingehen. Zur weiterführenden Recherche eignen sich vor allem die folgenden beiden Bücher:
Zum einen das Directory of Canadian Universities / Répertoire des universités canadiennes. Dieser von der Association of Universities and Colleges of Canada (AUCC) herausgegebene, fast 700 Seiten starke Katalog bietet jährlich aktualisierte Informationen zu den derzeit 93 Mitgliedshochschulen der AUCC auf Englisch und Französisch. Neben einer Liste der angebotenen Studiengänge auf Bachelor- und Graduiertenniveau enthält jedes Porträt Angaben zu den Studienkosten, Unterkunftsmöglichkeiten, Serviceleistungen, Sport- und Fitnesseinrichtungen sowie zu den Forschungsschwerpunkten. Anhand eines Fächerindex lassen sich schnell die Universitäten finden, die das gesuchte Studienfach anbieten. Wer gerne etwas Gedrucktes in Händen hält, kann den Katalog für rund CDN$ 45 zzgl. Versandkosten bestellen. Die Informationen zum Fächerangebot sind jedoch auch komplett über die hervorragende Online-Datenbank abrufbar.
Eine weitere empfehlenswerte Informationsquelle aus Journalistenhand ist der Maclean’s Guide to Canadian Universities. Das Nachrichtenmagazin Macleans veröffentlicht jedes Jahr Rankings kanadischer Hochschulen, die auch in dieser jährlich erscheinenden Sonderpublikation enthalten sind. Weitaus interessanter sind jedoch die 67 ausführlichen, schön zu lesenden Hochschulporträts im Reportage-Stil, die einen guten Gesamteindruck von den Stärken einer Institution und der Campusatmosphäre vermitteln. Ergänzt werden die Porträts um viele interessante Statistiken etwa zu den Durchschnittsnoten der angenommenen Bewerber oder der Zufriedenheit der Studierenden mit ihrer Universität. Zwar geht es in dieser Publikation ausschließlich um das Bachelorstudium, aber insbesondere die Hochschulporträts können auch für angehende Masterstudenten und Doktoranden von Interesse sein. Ich empfehle den Kauf der digitalen Ausgabe, die man mit der kostenlos erhältlichen Software von Zinio genau wie die Printversion lesen kann, inklusive aller Fotos und Grafiken. (Eine Warnung an alle, die bereits den 2007 Guide gekauft haben und auf aktualisierte Hochschulporträts in der 2008er Ausgabe hoffen: leider Fehlanzeige, wie ich selbst feststellen musste.)TransatlanTicker - 5. Jun, 17:47
Aber wie, fragen sich vielleicht viele Entscheidungsträger an kleineren deutschen Hochschulen, deren internationales Profil noch nicht so stark entwickelt ist, nimmt man am besten Kontakt zu Universitäten in den USA auf? Wer ist der richtige Ansprechpartner und was sind die Bedingungen einer tragfähigen und lebendigen Zusammenarbeit? Viele der
Ein solches Buch ist nun vor kurzem auch in den USA erschienen, um High School Schülern die Vorbereitung auf den SAT-Test zu erleichtern:
Das Buch richtet sich an alle, die mit dem Gedanken spielen, in Nordamerika vorübergehend (z.B. für ein Praktikum) oder dauerhaft zu arbeiten und dabei Unterstützung bei der Stellensuche, den Bewerbungsunterlagen und den visumsrechtlichen Rahmenbedingungen benötigen. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt ganz klar auf den USA, nicht zuletzt weil die kanadischen Gepflogenheiten auf dem Arbeitsmarkt recht ähnlich sind. Dafür enthält der Kanada-Teil zusätzliche Hinweise zur Bewerbung in der französischsprachigen Provinz Quebec, einschließlich Formulierungshilfen und einem Musteranschreiben/-lebenslauf auf Französisch. Die Qualität dieser Vorlagen kann ich zwar nicht beurteilen, doch wenn sie genauso akribisch und detailliert recherchiert sind wie die restlichen Kapitel des Buches, dürften sie eine gute Hilfestellung beim Erstellen der eigenen Unterlagen sein. Für das englischsprachige Anschreiben und den Lebenslauf (resume), der sich bekanntlich
Der Vergleich erinnert an David und Goliath: Die große
Zumindest im Hinblick auf den zweiten Punkt hat das
Das mit Abstand Beste, was zu diesem komplexen Thema bislang zu haben ist, ist die soeben [März 2008] erschienene dritte Auflage der "Graduate Admisssions Essays" von Donald Asher, der in den USA einer der gefragtesten Redner und Berater ist, wenn es um Karriereplanung geht. Anders als die meisten anderen Essay-Ratgeber, die sich hauptsächlich auf die Bereiche Business, Jura und Medizin konzentrieren, richtet sich Ashers Buch an alle, die sich für Studiengänge und Stipendien im Graduate-Bereich bewerben möchten - vom Altphilologen bis zur Molekularbiologin. Bevor er zum eigentlichen Thema kommt, diskutiert Asher darüber hinaus einleitend das Für und Wider eines Graduiertenstudiums und gibt sehr hilfreiche Hinweise dazu, wie man z.B. herausfindet, welche Hochschulen zu den eigenen Studieninteressen passen, wie man den ersten Kontakt zu den jeweiligen Fachbereichen herstellt und was man während des Bewerbungsprozesses möglichst tun bzw. vermeiden sollte. Die dritte Auflage enthält überdies ein komplett neues Kapitel zum Thema Online-Bewerbungen: wie sie verwendet, bearbeitet und bewertet werden.
Die kleine Investition lohnt sich in jedem Fall, denn in der Broschüre findet sich alles, was für ein Praktikum in den USA zu berücksichtigen ist. Angefangen bei den rechtlichen Voraussetzungen: Ein (auch unbezahlter) Arbeitsaufenthalt in den USA ganz ohne oder nur mit Touristenvisum ist nämlich nicht gestattet! Eine Arbeitsgenehmigung direkt über den amerikanischen Arbeitgeber ist ebenfalls nur in den seltensten Fällen erhältlich. Stattdessen müssen sich zukünftige USA-Praktikanten an eine von mehreren „Mittler-Organisationen“ in Deutschland wenden, die von den US-Behörden autorisiert sind, nach eingehender Prüfung des Praktikumsvorhabens die Vordokumente auszustellen, mit denen das erforderliche J-Visum beantragt werden kann. Klingt kompliziert, wird in der Broschüre aber verständlich erläutert. Außerdem werden alle Mittlerorganisationen mit ihren verschiedenen Programmen einzeln vorgestellt.

