Kulturschock: Orientierungsveranstaltung für Ausländer an der Columbia Business School
"How are you?"
Die kurze Frage gehört zu den typisch amerikanischen Redensarten, die unter ausländischen Studierenden in den ersten Monaten nach ihrer Ankunft in den USA häufig für die größten Irritationen sorgen. Denn zumindest als Europäer ist man geneigt, die Frage nach dem eigenen Befinden wörtlich zu nehmen und ehrliche Auskunft über den eigenen Gemüts- und Gesundheitszustand zu geben, was wiederum die Amerikaner verwirrt, die zumeist keine andere Antwort erwarten als "Good, how are you?". Dass die Frage eine reine Begrüßungsfloskel darstellt und gar nicht "ernst gemeint" ist, scheint zunächst das Klischee von der Oberflächlichkeit der amerikanischen Kultur zu bestätigen. Es dauert meist eine Weile, bis man versteht, dass die Frage "How are you?" eben die amerikanische Art ist, guten Tag zu sagen. Nicht mehr und nicht weniger. Wer dies für ein Zeichen oberflächlicher sozialer Beziehungen hält, sollte sich einmal fragen, bei wie vielen Menschen, denen er täglich "Auf Wiedersehen" wünscht, tatsächlich der Wunsch nach einer erneuten Begegnung vorhanden ist.
Das Phänomen, sich zu Beginn eines längeren Auslandsaufenthalts zunächst verloren und unverstanden zu fühlen und regelrecht feindselige Gefühle gegenüber der Gastkultur zu entwickeln, ist unter dem Namen Kulturschock bekannt und befällt in den USA nicht nur Asiaten oder Afrikaner, sondern auch so manchen Europäer. Aus diesem Grund ist es auch fast immer Thema in den Orientierungsveranstaltungen, die US-Unis für ihre neuen ausländischen Studierenden anbieten. Eine solche Einführung für MBA-Studenten an der weltbekannten Columbia Business School ist nun in fünf Teilen bei YouTube zu sehen. Dan Fishel, ein israelischer Student, der an Columbia ein Doppelstudium in Journalismus und BWL absolviert, erläutert seinen neuen Kommilitonen auf höchst unterhaltsame Weise die persönlichen, sozialen und akademischen Fallstricke, die in den USA auf sie warten. Zur Sprache kommen neben dem Kulturschock unter anderem populäre studentische Freizeitaktivitäten wie Beer Pong, Flip Cup oder Keg Stand, verschiedene Arten des Handschlags oder die unangenehme Erfahrung, während eines Kurses vom Professor mit einem cold call erwischt zu werden. Als Vorbereitung auf das Studentenleben in den USA unbedingt zu empfehlen.
Zum Einstieg hier Teil 1 zum Thema Kulturschock:
Weitere Folgen bei YouTube:
Part 2: Culture Shock #2
Part 3: Social Adjustment
Part 4: American Handshakes
Part 5: Academic Adjustment
Verwandte Artikel:
>> Amerika für Anfänger: Neuer Kurs an der UC Berkeley
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Das Phänomen, sich zu Beginn eines längeren Auslandsaufenthalts zunächst verloren und unverstanden zu fühlen und regelrecht feindselige Gefühle gegenüber der Gastkultur zu entwickeln, ist unter dem Namen Kulturschock bekannt und befällt in den USA nicht nur Asiaten oder Afrikaner, sondern auch so manchen Europäer. Aus diesem Grund ist es auch fast immer Thema in den Orientierungsveranstaltungen, die US-Unis für ihre neuen ausländischen Studierenden anbieten. Eine solche Einführung für MBA-Studenten an der weltbekannten Columbia Business School ist nun in fünf Teilen bei YouTube zu sehen. Dan Fishel, ein israelischer Student, der an Columbia ein Doppelstudium in Journalismus und BWL absolviert, erläutert seinen neuen Kommilitonen auf höchst unterhaltsame Weise die persönlichen, sozialen und akademischen Fallstricke, die in den USA auf sie warten. Zur Sprache kommen neben dem Kulturschock unter anderem populäre studentische Freizeitaktivitäten wie Beer Pong, Flip Cup oder Keg Stand, verschiedene Arten des Handschlags oder die unangenehme Erfahrung, während eines Kurses vom Professor mit einem cold call erwischt zu werden. Als Vorbereitung auf das Studentenleben in den USA unbedingt zu empfehlen.
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TransatlanTicker - 19. Feb, 18:02
Ein kurzer Rückblick: In den Amerika Häusern sollten die besiegten Deutschen nach 1945 durch Bibliotheken, Ausstellungen, Lesungen, Konzerte, Filmvorführungen, Diskussions- runden und Seminare von den Vorzügen einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft und dem American Way of Life überzeugt werden. „Public diplomacy“ hieß dieser neue Ansatz, und man darf wohl sagen: Er hat funktioniert – und zwar nicht zuletzt deshalb, weil die Häuser alles andere als Propaganda-Organe der U.S. Regierung waren, sondern Orte der offenen Auseinandersetzung mit allen Aspekten amerikanischer Kultur und Gesellschaft. Noch 1995, kurz nachdem ich zum Studium nach Berlin gezogen war, besuchte ich z.B. ein im Amerika Haus Berlin ein Konzert des linken Sängers und Aktivisten
Die polnische Filmstudentin Iga Czarnawska hat nach Ihrer Ankunft am Dartmouth College (New Hampshire) solche Gefühle der Entfremdung und emotionaler Wechselbäder selbst erlebt und in einem sehenswerten Kurzfilm verarbeitet:



