Stichwort "need-blind admission": Zulassung zum Studium ohne Blick ins Portemonnaie
Ein Bachelorstudium in den USA ist bekanntlich teuer: Besonders an den renommierten privaten Hochschulen liegen die jährlichen Studiengebühren inzwischen fast überall jenseits der 30.000-Dollar-Marke. Wer kann so etwas finanzieren, mag man sich völlig zu Recht fragen und ein Hochschulsystem, in dem offensichtlich das dickste Portemonnaie die beste Ausbildung sichert, als hoffnungslos elitär brandmarken. Aber Vorsicht: Ganz so einfach ist die Sache nicht, denn zur Wahrheit gehört auch, dass an vielen dieser Universitäten fast niemand die veröffentlichten Preise zahlt.
Das liegt unter anderem an einer Regelung namens "need-blind admission", die von einer ganzen Reihe privater Hochschulen praktiziert wird. Dahinter verbirgt sich das durchaus egalitäre Prinzip, dass es bei der Entscheidung, ob ein Bewerber zum Bachelorstudium zugelassen wird oder nicht, keine Rolle spielen soll, ob er/sie das Studium anschließend auch bezahlen kann. Allein die schulischen Leistungen, Testergebnisse, Bewerbungsessays und Empfehlungsschreiben werden bei der Auswahl berücksichtigt, nicht die Zahlungskraft der Eltern. Zur need-blind admission gehört folglich auch, dass die betreffenden Universitäten den zugelassenen Bewerbern garantieren, die Differenz zwischen dem, was das Studium kostet, und dem, was die Familien aus eigener Kraft aufbringen können, zu finanzieren. Bei dieser Förderung handelt es sich dann meistens um einen Mix aus Stipendien, Darlehen, Arbeit auf dem Campus und anderen Finanzierungshilfen.
Need-blind admission ist also eine feine Sache. Der Haken dabei ist, dass diese großzügige Regelung fast immer nur auf Bewerber mit amerikanischer Staatsbürgerschaft angewendet wird. Wer sich schon einmal mit den Bewerbungsunterlagen einer US-Universität beschäftigt hat, weiß, dass Kandidaten aus dem Ausland bereits zum Zeitpunkt der Bewerbung nachweisen müssen, dass sie zumindest die Kosten für das erste Studienjahr auf der hohen Kante haben.
Wie immer gibt es jedoch Ausnahmen von dieser Regel: An einigen der exklusivsten Einrichtungen des Landes wird das Prinzip der Bedürfnisblindheit auch auf internationale Studenten angewendet. Zu dieser (überschaubaren) Gruppe gehören Harvard, Princeton, Yale, Massachusetts Institute of Technology (MIT), Williams College, Middlebury College sowie neuerdings auch Dartmouth und Amherst College, das die Einführung der neuen Regelung erst vor kurzem angekündigt hat. Dazuzählen könnt man noch die berühmte New Yorker Ingenieurschule Cooper Union, die generell all ihren Studierenden ein Vollstipendium gewährt. Mit anderen Worten: Wer an einer dieser Elitehochschulen angenommen wird, braucht sich auch als Ausländer keine großen Sorgen um die Finanzierung zu machen. Die Hauptschwierigkeit dürfte vielmehr darin bestehen, überhaupt angenommen zu werden.
Das liegt unter anderem an einer Regelung namens "need-blind admission", die von einer ganzen Reihe privater Hochschulen praktiziert wird. Dahinter verbirgt sich das durchaus egalitäre Prinzip, dass es bei der Entscheidung, ob ein Bewerber zum Bachelorstudium zugelassen wird oder nicht, keine Rolle spielen soll, ob er/sie das Studium anschließend auch bezahlen kann. Allein die schulischen Leistungen, Testergebnisse, Bewerbungsessays und Empfehlungsschreiben werden bei der Auswahl berücksichtigt, nicht die Zahlungskraft der Eltern. Zur need-blind admission gehört folglich auch, dass die betreffenden Universitäten den zugelassenen Bewerbern garantieren, die Differenz zwischen dem, was das Studium kostet, und dem, was die Familien aus eigener Kraft aufbringen können, zu finanzieren. Bei dieser Förderung handelt es sich dann meistens um einen Mix aus Stipendien, Darlehen, Arbeit auf dem Campus und anderen Finanzierungshilfen.
Need-blind admission ist also eine feine Sache. Der Haken dabei ist, dass diese großzügige Regelung fast immer nur auf Bewerber mit amerikanischer Staatsbürgerschaft angewendet wird. Wer sich schon einmal mit den Bewerbungsunterlagen einer US-Universität beschäftigt hat, weiß, dass Kandidaten aus dem Ausland bereits zum Zeitpunkt der Bewerbung nachweisen müssen, dass sie zumindest die Kosten für das erste Studienjahr auf der hohen Kante haben.
Wie immer gibt es jedoch Ausnahmen von dieser Regel: An einigen der exklusivsten Einrichtungen des Landes wird das Prinzip der Bedürfnisblindheit auch auf internationale Studenten angewendet. Zu dieser (überschaubaren) Gruppe gehören Harvard, Princeton, Yale, Massachusetts Institute of Technology (MIT), Williams College, Middlebury College sowie neuerdings auch Dartmouth und Amherst College, das die Einführung der neuen Regelung erst vor kurzem angekündigt hat. Dazuzählen könnt man noch die berühmte New Yorker Ingenieurschule Cooper Union, die generell all ihren Studierenden ein Vollstipendium gewährt. Mit anderen Worten: Wer an einer dieser Elitehochschulen angenommen wird, braucht sich auch als Ausländer keine großen Sorgen um die Finanzierung zu machen. Die Hauptschwierigkeit dürfte vielmehr darin bestehen, überhaupt angenommen zu werden.
TransatlanTicker - 29. Apr, 13:51
Immer wieder stelle ich fest, dass es zumindest unter deutschen Studierenden Missverständnisse darüber gibt, auf welche amerikanischen Colleges und Universitäten sich die Bezeichnung "Ivy League" eigentlich bezieht. Längst nicht alle US-Hochschulen, die gemeinhin als Elite-Institutionen bezeichnet werden, gehören nämlich dazu. Im Gegenteil: Es handelt sich um folgende historisch gewachsene und somit nicht mehr erweiterbare Gruppe von acht Colleges und Universitäten im Osten der USA :

