Stipendien

LL.M.-Stipendien von der American University

Das einjährige Aufbaustudium zum Master of Laws (LL.M.) an der privaten American University in Washington, D.C. kostet inklusive Unterkunft und Verpflegung knapp 64.000 US-Dollar; davon sind rund 36.000 Dollar Studiengebühren. Dank des Alumni Fund Scholarship-Programms kann die Hochschule jedes Jahr drei bis fünf besonders qualifizierten Bewerbern, die sich in herausragender Weise für Fortschritte auf dem Gebiet des internationalen Rechts einsetzen, die Studiengebühren in voller Höhe erlassen. Der Bewerbungsschluss für den Studienbeginn im Herbst 2009 ist zwar bereits am 1. Mai 2009 abgelaufen, doch ausnahmsweise gibt es dieses Jahr auch ein Vollstipendium, das bei einem Studienantritt im Januar 2010 vergeben wird und nach Angaben der Hochschule noch zu haben ist. Bewerbungsschluss für dieses Stipendium ist der 1. Oktober 2009. Mehr lesen …

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USA-Stipendien vom Verband der Deutsch-Amerikanischen Clubs

Bei der Suche nach Stipendien und anderen Fördermöglichkeiten für ein Studium in den USA stoßen die meisten Studierenden schnell auf die Angebote der Fulbright-Kommission, des DAAD oder der eigenen Hochschule. Der Verband der Deutsch-Amerikanischen Clubs (VDAC) dagegen ist bei weitem nicht allen ein Begriff. Dabei stehen die Chancen, im Rahmen des VDAC-Studentenaustauschprogramms ein Stipendium für ein Studienjahr an einer amerikanischen Universität zu ergattern, weitaus besser als bei den meisten anderen Organisationen. Vor kurzem hatte ich die Gelegenheit, Ursula Bell-Köhler, die dieses Programm seit vielen Jahren auf Verbandsebene koordiniert, einige Fragen zu stellen.

TransatlanTicker: Frau Bell-Köhler, Fulbright und DAAD kennen die meisten, die sich für ein Studium in den USA interessieren. Beim Stichwort deutsch-amerikanische Clubs dürften viele Studierende dagegen eher an Thanksgiving-Feiern und gemeinsames Muffin-Backen denken als an Stipendien im Wert von Tausenden von Euros. Worin besteht die Arbeit Ihres Verbands?

Ursula Bell-Köhler: Die Arbeit des VDAC bestand sicherlich, als dieser 1947 gegründet wurde, in Gesprächsrunden (von Männern - Frauen waren noch nicht zugelassen). Später, nach Aufhebung des Fraternisierungsverbots, gab es dann gemeinsame Feiern, Kochgruppen, Literaturgruppen, Wandergruppen. Zu den Herrenclubs gesellten sich Frauenclubs, die traditionell die "Pfennigbasare" organisieren und große Gewinnne zugunsten der beiden Standbeine, Studentenaustausch und Jugendarbeit, erwirtschaften. Der 1957 ins Leben gerufene Studentenaustausch begann als ein Dank an Amerika.

Für Ihren Studentenaustausch haben Sie derzeit 20 amerikanische Universitäten als Partner gewinnen können, darunter so renommierte Institutionen wie das Dartmouth College, das zur Ivy League zählt, oder führende staatliche Hochschulen wie die University of Texas in Austin oder die University of Washington in Seattle. Welche Leistungen beinhalten die Stipendien, die Sie vergeben?


In den meisten Fällen bestehen die Stipendien in einem Gebührenerlass, kostenloser Unterbringung und teilweise auch in der Vergabe einer Assistentenstelle, die dann voll bezahlt wird.

Und wer kann sich bewerben?

Bewerben können sich Studierende ab dem 2. Semester, aber auch Graduierte (keine Doktoranden).

Nach der Einführung der neuen Bachelorstudiengänge in Deutschland wird derzeit häufig beklagt, dass sie den Studierenden aufgrund ihrer straffen Struktur kaum noch Zeit oder Anreiz für einen Studienaufenthalt im Ausland bieten - obwohl die internationale Mobilität mit den Reformen doch eigentlich erhöht werden sollte. Spüren Sie die Auswirkungen dieser Strukturveränderungen auch in Ihrem Programm?

Wir spüren das sogar sehr deutlich, da Studierende der "alten" Studiengänge befürchten, dass Angebote auslaufen (vollbezahlte TA-Stelle für einen MBA z.B.), und die deshalb lieber auf ein Jahr an einer amerikanischen Hochschule verzichten.

Welche Qualifikationen müssen Bewerber mitbringen, um gute Chancen auf ein Stipendium in Ihrem Programm zu haben?

Gute akademische Leistungen, entsprechende Fachgutachten, gesellschaftliches Engagement (aber sicher kein bestimmtes Parteibuch), Interesse am deutsch-amerikanischen Austausch und die Bereitschaft, sich in den lokalen Clubs einzubringen und dort z.B. bei Pfennigbasaren zu helfen.

Wie flexibel müssen Bewerber hinsichtlich ihrer Wunschhochschule sein? Wer sich für Dartmouth bewirbt, möchte vielleicht nicht unbedingt an der Bowling Green State University landen.

Sie müssen sehr flexibel sein. Und was spricht gegen die Bowling Green State University? Ich kenne mindestens drei Ehemalige, die dort waren und im Berufsleben Karriere gemacht haben, z.B. als Pressesprecher des Generalskonsulats in München, als Programmdirektor im Amerikahaus sowie in der Geschäftsführung des Zentralverbands Elektrotechnik- und Elektronikindustrie.

Was sagen Sie Interessenten, die von der Mehrzahl Ihrer Partnerhochschulen noch nie etwas gehört haben und eventuell Zweifel hegen, ob Ihnen ein Studienaufenthalt an Einrichtungen wie der Northern Arizona University, der Central Michigan University oder der Florida Atlantic University, die allesamt in keinem nationalen Ranking auftauchen, wirklich etwas bringt?


Dass ein Auslandsaufenthalt grundsätzlich eine Bereicherung sowohl des Studiums als auch des Lebens ist und dass es auch auf die Akkreditierung einer Uni / eines College in einem ganz bestimmten Fach ankommt. Ein Ehemaliger kam mit einem MBA der Northern Arizona University zurück und erhielt innerhalb eines Vierteljahres eine Stelle im IT-Bereich.

Wie stehen - statistisch gesehen - erfahrungsgemäß die Chancen, eines Ihrer Stipendien für die USA zu erhalten?

Die Chancen stehen bei fünfzig:fünfzig.

Im Gegensatz zum Schüleraustausch, der meistens nur dem Namen nach ein solcher ist, da nicht für jeden deutschen Schüler ein amerikanischer nach Deutschland kommt, bietet Ihr Studentenaustausch auch amerikanischen Studierenden die Möglichkeit, ein Jahr an einer von 22 deutschen Partneruniversitäten zu verbringen. Wie wird dieses Angebot in den USA nachgefragt? Zuletzt hat sich der Zahl der US-Studenten, die einen "Study Abroad"-Aufenthalt einlegen, ja deutlich erhöht.

Wir haben in diesem Jahr ebenfalls eine steigende Nachfrage von unseren Partnern, statt 20 werden es wohl 25 amerikanische Studierende sein.

Zum Abschluss eine persönliche Frage: Sie betreuen den Studentenaustausch der deutsch-amerikanischen Clubs nun schon seit mehr als zwanzig Jahren. Warum machen Sie das? Und wie schätzen Sie die Zukunft des transatlantischen Bildungs- und Kulturaustauschs mit Blick auf die Wirkung des neuen US-Präsidenten Barack Obama ein?

Lassen Sie es mich ganz persönlich ausdrücken. Der männliche Teil meiner Familie ist Ende des 2. Weltkriegs gefallen, seit Kriegsende vermisst oder beim Angriff auf Dresden tödlich verwundet worden. Meine Mutter ließ mich 1961 nur schweren Herzens nach England ziehen und gab mir mahnende Worte mit auf den Weg, da ich in die englische Stadt mit der drittgrößten jüdischen Gemeinde ging. Und gerade von dieser Gruppe erfuhr ich als Deutsche viel Verständnis und liebevolle Aufnahme.

Wieder in Deutschland und damals an der Uni Mainz arbeitend wollte ich gerne etwas zurückgeben und setzte mich – wohl in Ermangelung einer britisch-deutschen Vereinigung – für die deutsch-amerikanischen Beziehungen ein.

Nur im gegenseitigen Kennenlernen können wir meiner Ansicht nach Grenzen überwinden und Vorurteile abbauen. Dies möchte ich immer noch durch meinen Einsatz an junge Menschen weitergeben. Es lohnt sich jeden Tag aufs Neue, für den transatlantischen Austausch zu arbeiten. Es gibt unendlich viele Erfolgsgeschichten, deutsch-amerikanische Lebenspartnerschaften, Kinder. Die Nachfrage hat trotz interessanten Angeboten nie nachgelassen, auch nicht unter der Bush Administration. Allerdings glauben wir, dass unter Präsident Obama trotz Finanzkrise eine Art Aufbruchsstimmung auf beiden Seiten eingesetzt hat.

Frau Bell-Köhler, haben Sie vielen Dank für dieses Gespräch.


Die Bewerbung für das Studentenaustauschprogramm erfolgt über die Local Chair Persons vor Ort. Dort gibt es auch weitere Informationen.

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Master in Amerikanistik: Stipendien von der University of South Florida

Die staatliche University of South Florida in Tampa (Florida), mit knapp 50.000 Studierenden eine der größten Forschungsuniversitäten der USA, sucht ausländische Studierende für ihren zweijährigen Masterstudiengang in American Studies und lockt mit einer Reihe von Fördermöglichkeiten: Zum einen darf sich der/ die Bewerber/in mit der höchsten Punktzahl im Zulassungstest GRE über ein einmaliges Stipendium in Höhe von 10.000 US-Dollar freuen. Zum anderen enthalten alle zugelassenen Kandidaten eine Stelle als Teaching Assistant (TA), was einen vollständigen Erlass der Studiengebühren sowie ein Stipendium von 2.270 Dollar pro Semester im ersten Jahr und 5.200 Dollar pro Semester im zweiten Studienjahr (bei insgesamt drei Semestern pro Jahr und geschätzten Lebenshaltungskosten von jährlich 12.000 Dollar) beinhaltet. Im Gegenzug unterstützen die TAs im Rahmen von 20 Std./Woche die Professoren des Fachbereichs in der Lehre. Wer sich für eine solche TA-Stelle bewerben möchte, sollte allerdings recht hohe Punktzahlen im Sprachtest TOEFL erreichen (Reading: 20; Writing: 24; Listening: 20; Speaking: 24). Zur Bewerbung gehören außerdem mindestens ein Bachelortitel, ein ordentliches Ergebnis im GRE sowie Empfehlungsschreiben und ein Bewerbungsessay. Die Frist für einen Studienbeginn im Herbst 2009 ist zwar bereits abgelaufen, aber so bleibt bis 2010 genügend Zeit, um zum GRE-Champion zu werden: Ein Topergebnis könnte 10.000 Dollar wert sein. Und zwar nicht nur in Tampa.

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Von Aristoteles bis Zarathustra: Vollstipendien für Studienanfänger vom St. John's College in Santa Fé

Hochschulen mit dem Namen St. John's College gibt es weltweit mehr als drei Dutzend, doch die bekannteste US-Variante mit ihren beiden Standorten in Santa Fé (New Mexico) und Annapolis (Maryland) dürfte ziemlich einzigartig sein. Denn an dieser bereits 1696 gegründeten und mit rund 450 Studierenden pro Campus extrem kleinen privaten Hochschule gibt es nur einen einzigen Bachelorstudiengang, der unter der Bezeichnung Great Books Program bekannt ist. Der Name spricht Bände: Es geht um das Studium des "Besten, das jemals gesagt oder gedacht wurde", wie es der englische Dichter und Kritiker Matthew Arnold einmal ausgedrückt hat, kurz: die Lektüre des westlichen Kanons. Statt also Vorlesungen und Seminare aus verschiedenen Fächern zu besuchen und die dazugehörigen Lehrbücher zu pauken, lesen und diskutieren die Bachelorstudenten am St. John's College in kleinen Gruppen vier Jahre lang ausgiebig die Klassiker aus Philosophie, Theologie, Mathematik, Naturwissenschaft, Mathematik, Musik und Literatur, z.B. Aristoteles, Homer, Euklid, Shakespeare, Descartes, Darwin, Marx, Nietzsche oder Einstein. Die komplette Lektüreliste kann man hier ansehen. Alle Kurse sind Pflichtkurse.

Um die Vermittlung von berufsrelevanten Fähigkeiten geht es an St. John's also explizit nicht, sondern um eine höchst intellektuelle Reise in die komplexen Denksysteme, die das (wie heftig auch immer umstrittene) Fundament der westlichen Zivilisation bilden - und darum, einen eigenen Standpunkt dazu zu entwickeln. Es dürfte kaum überraschen, dass für fast niemanden unter den St. John's-Absolventen die Studienjahre mit dem Bachelortitel abgeschlossen sind: Fast alle bewerben sich anschließend erfolgreich für ein Master- oder Doktorandenstudium oder werden Ärzte, Anwälte oder Professoren. Die intensive Auseinandersetzung mit den Klassikern schult die analytischen Kompetenzen und ist ohne Frage eine ideale Vorbereitung auf das Graduiertenstudium. Wer sich allerdings schon in der Schule nur mühsam durch die gelben Reclam-Heftchen gequält hat, ist hier definitiv falsch, zumal natürlich alles auf Englisch gelesen wird.

Alle die sich davon nicht abschrecken lassen, sollten weiterlesen, denn der St. John's-Campus in Santa Fé bietet ausländischen Studierenden einiges an finanzieller Unterstützung, um die Studiengebühren von derzeit knapp 40.000 US-Dollar pro Jahr bewältigen zu können. 65% der Kosten übernimmt die Hochschule in jedem Fall, doch für besonders herausragende Bewerber gibt es auch Vollstipendien. Zwei Studienplätze mit hundertprozentiger Förderung sind derzeit [17.03.09] noch zu haben, wie das Zulassungsbüro am St. John’s College in Santa Fé vor ein paar Tagen meldete, und zwar noch für den Studienbeginn im Herbst dieses Jahres (2009)! Zur Bewerbung gehören unter anderem weit überdurchschnittliche Schulnoten, gute Ergebnisse im Sprachtest TOEFL und im Eignungstest SAT sowie Bewerbungsessays und Empfehlungsschreiben. Nähere Auskünfte erteilt das Zulassungsbüro in Santa Fé unter admissions [at] sjsf.edu. Mehr über das St. John’s College und sein Great Books Program zeigen diese Videos.

Nachtrag 31.03.09: Wie es der Zufall will, bringt SPIEGEL Online heute einen Beitrag über das St. John's College. Dass es einen zweiten Campus in Santa Fé gibt, wird zwar nicht erwähnt, aber der Artikel vermittelt einen guten Eindruck vom "Studium fundamentale".


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USA-Vollstipendien für Studienanfänger von der University of Richmond, Virginia

Bis vor einigen Jahren wohnten an der University of Richmond die männlichen und weiblichen Studierenden noch an gegenüberliegenden Seiten des Sees, der den malerischen Campus genau in der Mitte teilt. Inzwischen sind die Wohnheime zwar gemischt, aber die private Hochschule in der Hauptstadt Virginias ist und bleibt ein traditionsbewusster Ort mit spürbarem Südstaatenflair, wenngleich nur rund 16% der Studierenden aus Virginia stammen und die Hochschule seit Jahren vorbildlich an der Internationali- sierung des Campus arbeitet. Im dritten Jahr des Bachelorstudiums z.B. gibt es den "Ring Dance", einen Ball im noblen Jefferson Hotel, bei dem die weiblichen Studierenden in weißem Abendkleid von ihren Vätern einen Ring überreicht bekommen. Was jedoch beileibe nicht heißen soll, dass es auf dem Campus, der etwas außerhalb und abseits des Trubels im Stadtzentrum liegt, immer stockkonservativ zugeht.

Und von der sprichwörtlichen Südstaatengemächlichkeit kann schon gar keine Rede sein, denn die University of Richmond verdankt ihre gute Reputation vor allem ihrer berufsorientierten Ausbildung in Fächern wie BWL, dem mit Abstand populärsten Hauptfach. Die Robins School of Business kam in den Rankings der Zeitschrift Business World kürzlich sogar unter die besten 20 US-Bachelorstudiengänge in BWL. Außergewöhnlich ist außerdem die Jepson School of Leadership Studies, die ein interdisziplinäres Studium zum Thema Führungskraft bietet, in dem die Studierenden lernen, wie sie sich am effektivsten engagieren können, um gesellschaftlichen Wandel zu bewirken. Davon abgesehen bietet die Hochschule alles, was ein typisches US-College-Studium ausmacht, und das in einem freundlichen und sicheren Umfeld mit niedriger Kriminalitätsrate.

Besonders erwähnenswert sind überdies die hoch dotierten Stipendien, die die University of Richmond jedes Jahr 50 ausgewählten Studienanfängern mit dem Richmond Scholars Program bietet. Diese Förderung umfasst entweder die kompletten Studiengebühren (derzeit rund 38.000 US-Dollar pro Jahr) oder die kompletten Studiengebühren plus die Kosten für Unterbringung und Verpflegung. Bei einem vierjährigen Bachelorstudium sind die Stipendien somit insgesamt rund 140.000 Dollar wert. Wer dafür in Frage kommen möchte, muss nicht nur über weit überdurchschnittliche schulische Leistungen und sehr gute Ergebnisse in den Eignungstests SAT oder ACT verfügen, sondern auch ein attraktives Persönlichkeitsprofil, Führungspotenzial und gesellschaftliches Engagement vorzuweisen haben.

Unter den 50 Richmond Scholars sind nach Angaben der Hochschule jedes Jahr auch 10 bis 12 Studierende aus dem Ausland. Allen die von einem Studium in den USA träumen, aber Schwierigkeiten mit der Finanzierung haben, bietet Richmond also eine fantastische Chance. Die Bewerbungsfrist für das kommende Jahr 2009 ist zwar am 15. Dezember 2008 abgelaufen, aber im nächsten Jahr gibt es die nächsten 50 Stipendiaten. Und mit diesen rosigen Aussichten verabschiedet sich der TransatlanTicker bis zum 5. Januar 2009 in die Weihnachtspause. Allen Lesern frohe Festtage und einen guten Rutsch!

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Stipendien für Studienanfänger von der Montana State University - garantiert!

Die Montana State University in Bozeman, mit rund 12.500 Studierenden eine staatliche US-Universität mittlerer Größe, macht Ernst in punkto "diversity" und möchte zum kommenden Studienjahr den Anteil an überdurchschnittlich begabten Bachelorstudenten von außerhalb Montanas erhöhen. Dazu hat die Universität ein millionenschweres Stipendienprogramm aufgelegt, von dem auch Bewerber aus dem Ausland profitieren können. Die MSU Achievement Awards reichen von insgesamt 6.000 bis 60.000 US-Dollar für vier Jahre und werden auf der Grundlage von Ergebnissen im Eignungstest SAT vergeben. Das Beste daran: Wer im SAT oder ACT ein Ergebnis von mehr als 1560 bzw. 23 Punkten erreicht, erhält automatisch ein Stipendium! Die folgenden Summen sind bei entsprechendem SAT-Ergebnis für vier Jahre garantiert, solange während des Studiums im Schnitt gute bis sehr gute Leistungen erzielt werden:
  • 2140+ Punkte: $60.000 ($15.000 pro Jahr)
  • 1920-2130 Punkte: $30.000 ($7.500 pro Jahr)
  • 1860-1910 Punkte: $24.000 ($6.000 pro Jahr)
  • 1800-1850 Punkte: $20.000 ($5.000 pro Jahr)
  • 1740-1790 Punkte: $16.000 ($4.000 pro Jahr)
  • 1680-1730 Punkte: $12.000 ($3.000 pro Jahr)
  • 1620-1670 Punkte: $8.000 ($2.000 pro Jahr)
  • 1560-1610 Punkte: $6.000 ($1.500 pro Jahr)
Nun mögen weder die Stadt Bozeman noch die Montana State University (ursprünglich eine landwirtschaftlich ausgerichtete Universität, die heute in den gängigen Rankings eher in der dritten Liga mitspielt) der Traum jedes deutschen Abiturienten sein. Doch insbesondere in den Bereichen Landwirtschaft, Architektur, BWL, Informatik, Maschinenbau, Filmproduktion und allgemein in den Naturwissenschaften finden sich hier ordentliche Angebote. Schließlich sollte man nicht vergessen, dass es sich um eine vollwertige Forschungsuniversität mit entsprechenden Einrichtungen und Personal handelt. Und wer das Outdoors-Leben liebt, ist in Montana sowieso richtig. Die Studienkosten für Ausländer ohne Stipendium belaufen sich übrigens auf insgesamt rund 25.000 US-Dollar pro Jahr, inklusive Unterkunft und Verpflegung. Die Aussicht, diese Kosten mittels eines einzigen Multiple-Choice-Tests um mehr als 50% reduzieren zu können, klingt verlockend. Also ran an die SAT-Vorbereitung - noch gibt es Termine. Bewerbungsschluss an der MSU ist der 15. Mai 2009.

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Stipendien in Ökologie und Umweltschutz in New York

Die private Fordham University in der New Yorker Bronx hat ihre Forschungs- kapazitäten im Bereich Ökologie und Umweltschutz ausgebaut und bietet qualifizierten Bewerbern nun attraktive Stipendien für ein Masterstudium oder eine Promotion. Der erweiterte Studiengang verbindet Wissenschaftler am Louis Calder Center Biological Station der Fordham University mit Forschern am New Yorker Botanischen Garten und an der Wildlife Conservation Society. Wer als Master- oder Ph.D.-Kandidat/in in das Programm aufgenommen wird, bekommt die Studiengebühren vollständig erlassen und darf überdies mit einem Stipendium von jährlich bis zu 27.000 US-Dollar rechnen. Zu den möglichen Arbeitsgebieten gehören Ökologie, Evolution, Umweltsystematik sowie angewandte Bereiche wie die Erhaltung bedrohter Arten, die Auswirkungen der Urbanisierung auf terrestrische und aquatische Ökosysteme oder die Reaktionen von Pflanzen und Tieren auf den Klimawandel. Der Botanische Garten bietet Stipendien in gleicher Größenordnung in den Bereichen Systematik und Pflanzengeografie.

Interessenten sollten über ein abgeschlossenes Bachelorstudium verfügen, in dem möglichst bereits erste Forschungselemente enthalten waren. (Ein Mastertitel ist für die Bewerbung um einen Platz im Promotionsprogramm nicht erforderlich, da das Ph.D.-Studium in den USA meist direkt an das Bachelorstudium anschließt.) Entscheidend für eine aussichtsreiche Bewerbung ist es, sich mit den Wissenschaftlern an den genannten Einrichtungen in Verbindung zu setzen, um gemeinsame Forschungsinteressen zu besprechen und Möglichkeiten der Zusammenarbeit auszuloten. Bewerbungsschluss für einen Studienbeginn im Herbst 2009 ist der 5. Januar 2009. Wer alle Unterlagen bis zum 15. November 2008 eingereicht hat, bekommt sogar noch die Bewerbungsgebühr erlassen. Fragen bitte direkt per E-Mail an Amy R. Tuininga: Tuininga [at] fordham [dot] edu.

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Studieren in Minnesota: Reduzierte Gebühren für ausländische Studenten

Wer sich nach den Kosten eines Studiums in den USA erkundigt, wird früher oder später über die beiden Begriffe "in-state tuition" und "out-of-state tuition" stolpern. Manchmal ist auch von "resident tuition" und "nonresident tuition" die Rede. Gemeint sind in beiden Fällen die unterschiedlichen Studiengebühren, die an den staatlichen Universitäten des Landes zu zahlen sind. Während das Studium an den staatlichen Hochschulen eines bestimmten US-Staates für dessen Einwohner (residents) aus öffentlichen Mitteln bezuschusst wird und die Gebühren deshalb geringer ausfallen, werden Studierende aus anderen US-Staaten und aus dem Ausland (nonresidents) an derselben Institution deutlich stärker zur Kasse gebeten. Die Differenz kann bis zu 10.000 US-Dollar pro Jahr betragen. Leider ist es für Ausländer recht schwierig, den Status eines resident zu erhalten, denn High School-, AuPair- oder Studienaufenthalte erfüllen das Kriterium "fester Wohnsitz" nicht. In der Regel muss also eine Green Card her, um auf diese Weise Geld beim Studium zu sparen.

reducedtuitionAnders in Minnesota: Hier zahlen internationale Bachelorstudenten an den staatlichen Hochschulen ab sofort die gleichen oder nur geringfügig höhere Gebühren als die Landeskinder. Mit dieser attraktiven Regelung möchte der für seine kalten Winter berüchtigte Bundesstaat mehr Ausländer an seine Universitäten holen. Und die können sich sehen lassen: An vorderster Stelle natürlich die University of Minnesota - Twin Cities, die mit rund 50.000 Studierenden an ihren beiden Standorten in Minneapolis und St. Paul zu den besten und größten staatlichen Hochschulen der USA zählt. Wer solche Studentenmassen nicht scheut (und winterfeste Kleidung mitbringt), kann hier aus mehr als 150 Studienfächern auswählen, von denen besonders die Ingenieurwissenschaften einen guten Ruf genießen. Mit dem Beginn des kommenden Herbstsemesters 2008 zahlen internationale Studenten am Hauptcampus der Uni in Twin Cities nur noch 4.000 US-Dollar mehr als Studierende aus Minnesota (siehe Flyer links, Klicken zum PDF-Download). Das sind insgesamt allerdings immer noch stolze 15.000 US-Dollar Studiengebühren.

Wer es noch preisgünstiger haben möchte, kann sich an den Zweigcampus in Duluth wenden, wo lediglich 2.000 Dollar aufgeschlagen werden. An der University of Minnesota in Morris zahlen internationale Studierende sogar exakt dieselben Gebühren (8.700 Dollar) wie ihre einheimischen Kommilitonen. Der Standort in Morris hat noch andere Vorteile: Mit nur rund 1.800 Studierenden ist die Studienatmosphäre dort so exklusiv und familiär wie an so manchem privaten College – nur dass das Bachelorstudium dort oft mehr als dreimal so viel kostet. Morris hat darüber hinaus noch mehr zu bieten, zum Beispiel in punkto Biologie und Ökologie: Eine hochschuleigene Windturbine erzeugt seit 2005 jeden Tag die Hälfte des Stroms, der auf dem Campus verbraucht wird, und eine brandneue Biomasse-Fabrik versorgt sämtliche Heizkörper und Kühlaggregate.

Wohlgemerkt: Die reduzierten Studiengebühren gelten nur an den staatlichen Hochschulen in Minnesota. Doch auch die privaten Colleges bieten talentierten Bewerbern mithilfe von leistungsorientierten Stipendien die Möglichkeit, Gebühren zu sparen. Das kleine St. Olaf College in Northfield zum Beispiel vergibt in Einzelfällen Stipendien, die die kompletten Studiengebühren (34.00 US-Dollar/Jahr) abdecken. Im Durchschnitt ist es in etwa die Hälfte der Kosten, die begabten Bewerbern aus dem Ausland erlassen werden. St. Olaf College, einst gegründet von protestantischen Auswanderern aus Norwegen und benannt nach dem Schutzpatron des Landes, dürfte das blondeste College jenseits von Oslo sein. Weltberühmt ist es vor allem für seine Bachelorausbildung im Fach Musik. Mit der lutherisch-protestantisch geprägten Campus-Atmosphäre sollte man allerdings klar kommen können. Und mit dem Winter sowieso.

Weltklasse: Yale University bietet Fortbildung für internationale Führungskräfte

Wie es einer weltweit führenden Universität gebührt, möchte die Yale University auch die vielversprechendsten Nachwuchsführungskräfte außerhalb der USA fördern. Mit dem 2001 ins Leben gerufenen World Fellows Program, einer viermonatigen Fortbildung auf dem Campus der Hochschule in New Haven (Connectictut), bietet Yale herausragenden Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Medien, Kunst und Kultur die Möglichkeit, ihre Führungsqualitäten weiter auszubauen und sich international zu vernetzen. Zum Programm gehören sowohl theorieorientierte Vorlesungen und praktische Seminare in Rhetorik oder Verhandlungstechnik als auch die Einbindung der "Weltstipendiaten" in die akademische community durch Vorträge, Diskussionsrunden und Begegnungen mit Studierenden. Wer sich für diese hochkarätige Fortbildung bewerben möchte, sollte seit rund 10 bis 15 Jahren beruflich aktiv sein und zu den Menschen gehören, die man als "treibende Kräfte und effektive Beschleuniger gesellschaftlichen Wandels" bezeichnen kann.

Zu den bisherigen Stipendiaten aus Deutschland gehörten Mehmet Gürcan Daimagüler (ehem. Bundesvorstandsmitglied der FDP und Ehrenvorsitzender der Liberalen Türkisch-Deutschen Vereinigung), Cornelia Quennet-Thielen (ehem. Bundesumweltministerium, heute Ministerialdirigentin und Abteilungsleiterin im Bundespräsidialamt), Sandra Breka (Robert Bosch Stiftung) sowie Sascha Müller-Kraenner (ehem. Leiter der Referatsgruppe Europa/Nordamerika der Heinrich-Böll-Stiftung), der rückblickend bilanziert: "Das Yale World Fellows Programm bietet Führungskräften aus aller Welt in der Mitte ihrer Berufslaufbahn die einzigartige Möglichkeit, eine Pause von ihrem schnelllebigen Berufsalltag einzulegen. Zu diesem Zeitpunkt der Karriere kann eine solche Phase der Reflektion entweder dazu genutzt werden, die Batterien aufzuladen oder den Blick noch größeren Zielen zuzuwenden." Die Nominierungsphase für das Programm 2009 ist soeben eröffnet worden; Bewerbungen werden bis zum 9. Januar 2009 entgegen genommen. Die Fortbildung dauert jeweils von Mitte August bis Mitte Dezember eines Jahres.

YouthActionNet: US-Stiftung fördert gesellschaftliches Engagement von Jugendlichen in aller Welt

Die Jugend von heute: Ist sie so politikverdrossen, wie immer wieder behauptet wird? Ich glaube nicht. Mag sein, dass die etablierte Parteienpolitik immer weniger junge Menschen zum politischen Engagement motiviert, aber der freiwillige Einsatz für gesellschaftliche Belange und für andere Menschen ist auch unter Jugendlichen in Deutschland unvermindert hoch, z.B. in Vereinen, Jugendorganisationen, Kirchengemeinden oder auch in selbst organisierten Projekten. Die Gründer solcher Projekte oder Initiativen fördert die in Baltimore (Maryland) ansässige International Youth Foundation nun bereits seit 2002 mit ihrem hochkarätigen YouthActionNet-Programm, das unter anderem ein einwöchiges Seminar in Washington D.C., Fortbildungen in Öffentlichkeitsarbeit und umfangreiche Möglichkeiten zum Aufbau eines internationalen Netzwerks mit anderen Jugendlichen, NGOs und Partnern aus der Geschäftswelt beinhaltet.

Gesucht werden jedes Jahr 20 jugendliche Persönlichkeiten (Alter: 18-29 Jahre) aus aller Welt, die ein Projekt ins Leben gerufen haben, das sich mit innovativen Mitteln für die nachhaltige Lösung eines gesellschaftlichen Problems einsetzt -- junge "social entrepreneurs" also, die mit ihrem Engagement und ihren Taten dazu beitragen, das Leben anderer Menschen zu verbessern. Denkbar sind viele verschiedene Handlungsbereiche, z.B. Armut, Diskriminierung, Bildung, Umweltschutz oder Bürgerbeteiligung. Aus den Kurzporträts der bisherigen Stipendiaten lässt sich ein gutes Gefühl dafür entwickeln, welche Projekte und Persönlichkeiten die Stiftung mit ihrem Förderprogramm erreichen möchte. Bislang stammten fast alle geförderten Jugendlichen aus den USA, Kanada, Lateinamerika, Afrika oder Asien. Doch auch in Deutschland dürfte es genug Projekte von Jugendlichen geben, die gesellschaftliche Defizite und nicht genutzte Chancen auf kreative Weise in Angriff nehmen. Also bewerbt Euch! Einsendeschluss für das diesjährige Programm ist der 22. Mai 2008.

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Willkommen beim TransatlanTicker! Ich heiße Carsten Bösel und bin als Autor, Übersetzer und selbstständiger Studienberater mit Schwerpunkt USA und Kanada tätig. Auf dieser Seite blogge ich regelmäßig über Neuigkeiten aus der nordameri- kanischen Hochschulszene: Studiengänge, Stipendien, Bewerbungstipps, Sprach- und Eignungstests, Postdoc-Stellen, Campusleben und vieles mehr. Ich freue mich über Fragen, Anregungen und Kommentare!

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