Stipendien

Weltklasse: Yale University bietet Fortbildung für internationale Führungskräfte

Wie es einer weltweit führenden Universität gebührt, möchte die Yale University auch die vielversprechendsten Nachwuchsführungskräfte außerhalb der USA fördern. Mit dem 2001 ins Leben gerufenen World Fellows Program, einer viermonatigen Fortbildung auf dem Campus der Hochschule in New Haven (Connectictut), bietet Yale herausragenden Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Medien, Kunst und Kultur die Möglichkeit, ihre Führungsqualitäten weiter auszubauen und sich international zu vernetzen. Zum Programm gehören sowohl theorieorientierte Vorlesungen und praktische Seminare in Rhetorik oder Verhandlungstechnik als auch die Einbindung der "Weltstipendiaten" in die akademische community durch Vorträge, Diskussionsrunden und Begegnungen mit Studierenden. Wer sich für diese hochkarätige Fortbildung bewerben möchte, sollte seit rund 10 bis 15 Jahren beruflich aktiv sein und zu den Menschen gehören, die man als "treibende Kräfte und effektive Beschleuniger gesellschaftlichen Wandels" bezeichnen kann.

Zu den bisherigen Stipendiaten aus Deutschland gehörten Mehmet Gürcan Daimagüler (ehem. Bundesvorstandsmitglied der FDP und Ehrenvorsitzender der Liberalen Türkisch-Deutschen Vereinigung), Cornelia Quennet-Thielen (ehem. Bundesumweltministerium, heute Ministerialdirigentin und Abteilungsleiterin im Bundespräsidialamt), Sandra Breka (Robert Bosch Stiftung) sowie Sascha Müller-Kraenner (ehem. Leiter der Referatsgruppe Europa/Nordamerika der Heinrich-Böll-Stiftung), der rückblickend bilanziert: "Das Yale World Fellows Programm bietet Führungskräften aus aller Welt in der Mitte ihrer Berufslaufbahn die einzigartige Möglichkeit, eine Pause von ihrem schnelllebigen Berufsalltag einzulegen. Zu diesem Zeitpunkt der Karriere kann eine solche Phase der Reflektion entweder dazu genutzt werden, die Batterien aufzuladen oder den Blick noch größeren Zielen zuzuwenden." Die Nominierungsphase für das Programm 2009 ist soeben eröffnet worden; Bewerbungen werden bis zum 9. Januar 2009 entgegen genommen. Die Fortbildung dauert jeweils von Mitte August bis Mitte Dezember eines Jahres.

YouthActionNet: US-Stiftung fördert gesellschaftliches Engagement von Jugendlichen in aller Welt

Die Jugend von heute: Ist sie so politikverdrossen, wie immer wieder behauptet wird? Ich glaube nicht. Mag sein, dass die etablierte Parteienpolitik immer weniger junge Menschen zum politischen Engagement motiviert, aber der freiwillige Einsatz für gesellschaftliche Belange und für andere Menschen ist auch unter Jugendlichen in Deutschland unvermindert hoch, z.B. in Vereinen, Jugendorganisationen, Kirchengemeinden oder auch in selbst organisierten Projekten. Die Gründer solcher Projekte oder Initiativen fördert die in Baltimore (Maryland) ansässige International Youth Foundation nun bereits seit 2002 mit ihrem hochkarätigen YouthActionNet-Programm, das unter anderem ein einwöchiges Seminar in Washington D.C., Fortbildungen in Öffentlichkeitsarbeit und umfangreiche Möglichkeiten zum Aufbau eines internationalen Netzwerks mit anderen Jugendlichen, NGOs und Partnern aus der Geschäftswelt beinhaltet.

Gesucht werden jedes Jahr 20 jugendliche Persönlichkeiten (Alter: 18-29 Jahre) aus aller Welt, die ein Projekt ins Leben gerufen haben, das sich mit innovativen Mitteln für die nachhaltige Lösung eines gesellschaftlichen Problems einsetzt -- junge "social entrepreneurs" also, die mit ihrem Engagement und ihren Taten dazu beitragen, das Leben anderer Menschen zu verbessern. Denkbar sind viele verschiedene Handlungsbereiche, z.B. Armut, Diskriminierung, Bildung, Umweltschutz oder Bürgerbeteiligung. Aus den Kurzporträts der bisherigen Stipendiaten lässt sich ein gutes Gefühl dafür entwickeln, welche Projekte und Persönlichkeiten die Stiftung mit ihrem Förderprogramm erreichen möchte. Bislang stammten fast alle geförderten Jugendlichen aus den USA, Kanada, Lateinamerika, Afrika oder Asien. Doch auch in Deutschland dürfte es genug Projekte von Jugendlichen geben, die gesellschaftliche Defizite und nicht genutzte Chancen auf kreative Weise in Angriff nehmen. Also bewerbt Euch! Einsendeschluss für das diesjährige Programm ist der 22. Mai 2008.

Stipendien von DAAD und Fulbright: Auf die Begründung kommt es (auch) an

"Die Uni hat superinteressante Themen auf ihrer Internetseite." -- "Ich war während meines High School-Jahres schon einmal dort und möchte unbedingt wieder hin." Begründungen wie diese bekommen die Gutachtergremien vom DAAD oder der Deutsch-Amerikanischen Fulbright-Kommission häufiger zu hören, wenn sie Bewerber im Auswahlgespräch nach den Gründen für die Wahl der US-Hochschule fragen, für die sie ein Stipendium erhalten möchten. Einen sonderlich informierten Eindruck macht das natürlich nicht. Manche Kandidaten stellen es etwas geschickter an und warten zur Begründung ihrer Wahl mit einem sorgfältig einstudierten name dropping von Professoren auf. Das klingt zwar schon weitaus besser; allerdings herrscht bei inhaltlichen Nachfragen dann allzu oft Stillschweigen.

Dabei kann die Bedeutung der Begründung für die Vergabe der DAAD- und Fulbright-Stipendien kaum unterschätzt werden: Vorbereitung und Durchführbarkeit des Studienvorhabens sind wichtige Kriterien bei der Auswahl der Stipendiaten, und die Mitglieder der Auswahlkommissionen wollen überzeugt werden, dass die Bewerber ihre Wunschhochschulen nicht nur nach klangvollen Namen und aufregenden Studienorten ausgesucht haben, sondern auch fachliche Kriterien anführen können, warum ausgerechnet Universität XY perfekt zu ihren Interessen passt. "Die Begründung ist leider oft schlecht", beklagte Dr. Christian Schäfer, Leiter des Regionalreferates USA beim DAAD, kürzlich auf einem Workshop für USA-Studienberater in Tübingen. Er empfiehlt Studierenden, sich eingehend mit dem wissenschaftlichen Profil der Hochschulen zu beschäftigen, Vorlesungsverzeichnisse durchzuklicken und auch in die ein oder andere Publikation der jeweiligen Professoren hineinzulesen.

Neben einer guten Begründung sind die geforderten Professorengutachten häufig eine weitere Herausforderung bei der Bewerbung um ein Stipendium. Diese Empfehlungsschreiben sind als Chance zu sehen, denn mittelmäßige Noten können durchaus durch ein überzeugendes Gutachten ausgeglichen werden. Aber wer kennt das nicht: In großen Vorlesungen und überfüllten Seminaren ist es schwer bis unmöglich, einen Professor auf sich aufmerksam zu machen und einen persönlichen Kontakt - unverzichtbare Voraussetzung für jedes gute Empfehlungsschreiben - herzustellen.

Erschwerend kommt seit neuestem hinzu, dass Bachelorstudenten ihre Bewerbung bereits kurz nach Studienbeginn einreichen müssen, ohne ausreichend Gelegenheit gehabt zu haben, ihre Professoren zu beeindrucken. "Die Gutachten sind häufig nicht aussagekräftig", sagt Schäfer, "da die Studenten die Professoren noch nicht gut genug kennen." Dem DAAD und anderen Stipendienträgern ist die Problematik also durchaus bewusst, einschließlich ihrer sozialen Konsequenzen. "Wenn die Gutachterbasis immer dünner wird", gibt Schäfer zu bedenken, "wirkt sich der familiäre Hintergrund wieder stärker aus." Im Klartext: Wer aus einer Akademikerfamilie stammt, kann sich einem wissenschaftlichen Gremium unter Umständen besser präsentieren als jemand, der mit diesem Milieu noch nicht so vertraut ist.

Ein möglicher Ausweg aus dem Dilemma besteht darin, einen wissenschaft- lichen Mitarbeiter, der die Studierenden oft besser kennt, um ein Gutachten zu bitten und dieses zusätzlich durch einen Professor unterstützen zu lassen. Denn dass an irgendeiner Stelle der Name eines Professors auftaucht, ist schon wichtig: In den hochkarätig besetzten Auswahlkommissionen vertraut man im Zweifelsfall immer noch am meisten dem Urteil von seinesgleichen. Wer sich Chancen auf ein Stipendium ausrechnet, sollte also so früh wie möglich den Kontakt zu Hochschullehrern suchen und positiv von sich reden machen. Noch ist es nicht zu spät: Bewerbungsfrist für die USA/Kanada-Jahresstipen- dien des DAAD im akademischen Jahr 2009-2010 ist der 15.07.2008; für die Fulbright-Stipendien der 16. Juni 2008 (Fachhochschulen).

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Stipendien für Violinisten an der Western Illinois University

Kurz gemeldet: Der Fachbereich Musik an der Western Illinois University (Macomb, IL) sucht für das kommende Semester (Herbst 2008) talentierte Violinisten aus dem In- und Ausland und lockt sogar mit zwei Stipendien: Eines für ein Bachelorstudium und eines für Masterstudium oder Promotion. Bei letzterem handelt es sich genauer gesagt um eine Assistenzstelle in Lehre oder Forschung, die einen Erlass der Studiengebühren mit sich bringt. Am Fachbereich Musik unterrichten derzeit mehr als 40 Dozenten bei rund 250 Studierenden. Fragen zu den Stipendien und zum Studiengang beantwortet Julieta Mihai, Professorin für Violine und erste Geigerin im Streichquartett der Universität.

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USA-Stipendien von DAAD und Fulbright: Unterschiede bei den Auswahlkriterien

Wenn es um das Thema Stipendien geht, werde ich häufig gefragt, ob denn wirklich nur Einser-Kandidaten mit Top-Referenzen überhaupt die Chance haben, ein USA-Stipendium beispielsweise vom DAAD oder der Fulbright- Kommission zu erhalten. Die ermutigende Antwort darauf lautet: nein. Da es sich bei der Auswahl um eine Leistungskonkurrenz handelt, sollten die Noten zwar schon überdurchschnittlich gut sein, d.h. Bewerber sollten mindestens zum besten Drittel ihres Jahrgangs gehören. Dass jeder Stipendiat Nobelpreispotenzial mit sich bringt, ist jedoch nicht erforderlich. Hinzu kommt, dass DAAD und Fulbright in ihrer Vergabephilosophie etwas unterschiedliche Schwerpunkte setzen. Grob gesagt: Während die Gutachter des DAAD hauptsächlich auf die fachliche Qualifikation der Bewerber schauen, spielen bei Fulbright neben den guten Noten auch Persönlichkeit und Ausstrahlung der Kandidaten eine wichtige Rolle, denn die Fulbright-Stipendiaten sollen immer auch gewinnende Botschafter ihres Landes sein.

Ein Physikstudent etwa, der zwar brillante Studienleistungen vorzuweisen hat, aber im persönlichen Gespräch kaum den Mund aufbekommt und noch dazu wenig Erhellendes über Deutschland zu sagen weiß, hätte beim DAAD gute Chancen auf ein Stipendium, bei Fulbright dagegen eventuell weniger. Umgekehrt werden Bewerber, die mit Motivation und Charisma begeistern können, mitunter bei Fulbright genommen, obwohl sie fachlich gesehen hinter anderen Kandidaten zurückbleiben und beim DAAD womöglich kein Stipendium erhalten hätten. Die Persönlichkeitskomponente kommt allerdings erst beim Interview in Berlin zum Tragen; vorher wollen die Auswahlgremien an den Hochschulen (auch) durch gute Noten überzeugt werden. Dass die absoluten Top-Leute bei beiden Institutionen genommen werden, versteht sich von selbst. Diese etwas unterschiedlichen Erwartungshaltungen der beiden Stipendienträger sind als großer Vorteil für deutsche Studierende zu werten, da auf diese Weise mehr Kandidaten eine Chance erhalten. Trotz weiter sinkender Bewerberzahlen für die USA sehen sich weder der DAAD noch die Fulbright-Kommission veranlasst, daran in Zukunft etwas zu ändern. So zumindest war es letzte Woche von hochrangigen Vertretern beider Institutionen auf einer Tagung der Education-USA Studienberater in Tübingen zu vernehmen, bei der ich freundlicherweise zu Gast sein durfte, um mein neues Buch vorzustellen.

Stipendien für ein Bachelorstudium in den USA: Oregon State University

Es ist noch gar nicht so lange her, dass die Oregon State University hauptsächlich unter dem Spitznamen "Moo U" bekannt war - eine Anspielung auf den agrarwissenschaftlichen Fachbereich der Hochschule, der nach wie vor einen ausgezeichneten Ruf genießt. Inzwischen hat sich jedoch herum gesprochen, dass die staatliche Universität im 50.000-Einwohner-Städtchen Corvallis neben Obst und Gemüse auch noch andere solide Bachelorstudien- gänge z.B. in BWL, Biotechnologie, Forstwirtschaft oder Ingenieurswesen im Programm hat. Rund 18.000 Studenten sind an Oregon State eingeschrieben; fast 80 Prozent kommen aus Oregon. Anders als beim Erzrivalen, der University of Oregon in der Öko-Hochburg Eugene, wo durchaus auch Dreadlocks und Hippiegewänder das Bild der Studentenschaft prägen, dominiert an der Oregon State University eher der Pragmatiker vom Typ "All-American." Ein Großteil der studentischen Gespräche dürfte sich überdies um das schlechte Wetter drehen, denn im grünen Willamette Valley, in dem Corvallis liegt, regnet es leider überdurchschnittlich häufig und heftig. Als Entschädigung gibt’s im Sommer Sonne satt.

Wer sich von widriger Witterung nicht den Traum vom Bachelorstudium in den USA vermiesen lassen möchte und auf finanzielle Unterstützung bei den Studiengebühren angewiesen ist, sollte sich die Stipendien ansehen, die die Oregon State University an qualifizierte Studienanfänger aus dem Ausland vergibt. Besonders lukrativ ist das International Cultural Service Program: Den ausländischen Studierenden, die für dieses Programm auserwählt werden, winkt ein teilweiser Erlass der Studiengebühren von bis zu 12.000 US-Dollar pro Jahr. Im Gegenzug müssen sie ihr Land und ihre Kultur in einer Reihe von Vorträgen präsentieren. Bei guten akademischen Leistungen gelten die Stipendien für vier Jahre, also für das komplette Bachelorstudium. Bewerbungsfrist für einen Studienbeginn im Herbst ist der 1. April. Bewerber sollten überdurchschnittliche Abitur-Noten und ein TOEFL-Ergebnis von mindestens 80 Punkten (iBT) nachweisen können. Und nicht vergessen: Schirm mitnehmen!

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Vanier Scholarships: Neue Stipendien der kanadischen Regierung zur Promotion in Kanada

Gute Nachrichten für herausragende Nachwuchswissenschaftler, die an einer Universität in Kanada promovieren möchten: In seiner gestrigen Rede zum Haushalt 2008 kündigte der kanadische Finanzminister James Flaherty die Einführung eines neuen Promotionsstipendiums an, das "die besten Doktoranden aus Kanada und der ganzen Welt zum Studium nach Kanada locken soll." Mit den neuen Vanier Scholarships - benannt nach dem ehemaligen Generalgouverneur, Diplomaten und Kriegshelden Georges Vanier - erhalten künftig 500 ausgewählte Doktoranden über einen Zeitraum von drei Jahren jährlich 50.000 Kanadische Dollar zur Finanzierung ihrer Promotion. Bewerben können sich Kanadier und Ausländer gleichermaßen. Diese nationale Stipendieninitiative ist als eine Reaktion der Bundesregierung auf die Klagen vieler kanadischen Universitäten zu sehen, nicht über ausreichende Mittel zu verfügen, um die weltweit besten Nachwuchswissenschaftler an ihren Campus zu holen. Die Vanier Scholarships sind somit als Konkurrenz zu den prestigeträchtigen Fulbright- (USA) und Rhodes-Stipendien (Großbritannien) gedacht und sollen Kanadas Position im internationalen Wettbewerb um die vielversprechendsten Köpfe weiter stärken. Dem gleichen Zweck soll die Werbekampagne dienen, mit der die Regierung ab Herbst Hochschulbildung "made in Canada“ als Markenprodukt etablieren will. Nachdem Kanada in den letzten Jahren gegenüber anderen beliebten Studienzielen wie Großbritannien, Australien, Neuseeland und natürlich den USA etwas den Anschluss verpasst hatte, wird nun also richtig Gas gegeben. Näheres zu den Bewerbungs- modalitäten für die neuen Promotionsstipendien, die erstmals für das akademische Jahr 2008-09 vergeben werden sollen, dürfte in Kürze zu erfahren sein (via MacLeans).

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USA-Stipendien für Studienanfänger von der University of Dayton (Ohio)

Hier wieder einmal ein nützlicher Hinweis für alle, die demnächst ihr Abitur machen werden und anschließend in den USA studieren möchten. Meistens scheitert dieses Vorhaben ja weniger an den schulischen Leistungen als an der Finanzierung. Wer sich mit dem Gedanken anfreunden kann, vier Jahre im ziemlich drögen Dayton (US-Bundesstaat Ohio) zu verbringen, kann mit etwas Glück von der privaten University of Dayton ein Stipendium von jährlich bis zu 25.000 US-Dollar bekommen (bei Studiengebühren und Lebenshaltungskosten von insgesamt rund 40.000 Dollar pro Jahr). Diese International Undergraduate Student Scholarships wurden speziell für Bewerber aus dem Ausland aufgelegt und werden im Rahmen einer Leistungskonkurrenz vergeben. Die Abiturnoten sollten folglich überdurchschnittlich sein. Ergebnisse aus dem SAT-Test werden von internationalen Bewerbern zwar nicht verlangt, aber wer hier beeindruckende Punktzahlen vorlegen kann, hat zweifellos bessere Chancen bei der Auswahl der Stipendiaten. Bewerbungsschluss für einen Studienbeginn im kommenden Herbst ist der 1. Mai 2008.

Die katholische University of Dayton, am südlichen Stadtrand gelegen, ist zwar die größte private Hochschule in Ohio, hat aber hauptsächlich regionale Bedeutung. Sie wurde 1850 von der Ordensgemeinschaft der Marianisten gegründet, und der Geist der christlichen Nächstenliebe prägt das Campusleben bis heute: Etwa 70 Prozent der rund 10.000 Studierenden sind katholisch; die Mehrheit von ihnen engagiert sich ehrenamtlich in einer Vielzahl von gemeinnützigen Aktivitäten. Zu Weihnachten beispielsweise organisieren die Studenten jedes Jahr eine Art "Winter Wonderland" für rund tausend Grundschulkinder aus der Daytoner Innenstadt. Akademisch gesehen hat die Universität in den Bereichen BWL und Sozialwissenschaften am meisten zu bieten. Neuerdings gibt es auch ein Hauptfach Women’s Studies. Die größten Argumente für die University of Dayton dürften aber weniger die wissenschaftliche Ausbildung als das attraktive Sozialleben, die familiäre Atmosphäre und das große Gemeinschaftsgefühl sein. Wer sich für Sport begeistert, findet hier außerdem eine schlagkräftige Basketballmannschaft vor, die 2003 immerhin schon einmal die Atlantic 10 Conference gewonnen hat.

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Stipendien für Studienanfänger in Washington D.C.: American University

Die amerikanische Bundeshauptstadt Washington D.C. wartet gleich mit mindestens fünf wichtigen Universitäten auf. Die private American University im nördlichen Stadtteil Tenleytown hat möglicherweise nicht ganz das Kaliber der elitären Georgetown University, ist aber aufgrund ihrer exzellenten Studiengänge etwa in Politikwissenschaft, Internationale Beziehungen, BWL oder Kommunikationswissenschaft ganz genauso eine Brutstätte für zukünftige Journalisten, Lobbyisten, Diplomaten und anderes politisches Führungspersonal. Die Hochschule hat überdies mit rund 8.500 Studierenden eine angenehme Größe und liegt nur wenige Metro-Haltestellen vom Nachtleben in Georgetown und Dupont Circle entfernt.

Mit einer großzügigen Stipendieninitiative sucht die American University ab sofort "the best and the brightest international students", und das bedeutet auch für herausragende Abiturienten aus Deutschland die Chance, eines dieser exklusiven, mit jährlich 30.000 US-Dollar dotierten Stipendien zu erhalten. Diese Summe entspricht einem nahezu vollständigen Erlass der Studiengebühren! Es handelt sich also ein Stipendienangebot an ausländische Studienanfänger, wie man es in den USA eher selten findet. (Trotzdem bleiben allerdings noch circa 16.000 US-Dollar Kosten pro Jahr, die aus eigenen Mitteln finanziert werden müssen.)

Wer sich für ein solches Stipendium bewerben möchte, sollte zu den Besten seines Abi-Jahrgangs gehören und darüber hinaus zusätzliche Auszeichnungen und ein attraktives Persönlichkeitsprofil vorweisen können. An der American University wird viel Wert auf community service gelegt, d.h. freiwilliges Engagement ist ebenfalls ein großer Pluspunkt. Neben den Zeugnissen seit der 9. Klasse werden wie immer zwei Empfehlungsschreiben von Lehrern, ein überzeugender Bewerbungsessay, sehr gute Englischkenntnisse und eventuell ein Bewerbungsgespräch über das Internet verlangt. Der sonst übliche Eignungstest SAT wird dagegen nicht benötigt. Bewerbungsschluss für das akademische Jahr 2007/2008 ist der 15. Januar 2008.

Interessenten sollten sich an die Studienberatungsstellen des Education USA Netzwerkes oder auch direkt an mich wenden, um weitere Informationen und eine zusätzliche Empfehlung zu erhalten.

USA-Stipendien für Abiturienten in New York

Mitte der neunziger Jahre sah es gar nicht gut aus um die private Adelphi University auf Long Island (New York). Der damalige Präsident der Uni beschäftigte sich lieber mit dem Geld ausgeben als mit der Werbung um talentierte Studenten, und so wurde beides mit der Zeit immer weniger. Zum Glück ist der 1896 gegründeten Universität, die nur rund 20 Minuten von Manhattan entfernt liegt, in den letzten Jahren ein kleines Comeback gelungen: Die Studierendenzahlen steigen, neue Einrichtungen schmücken den Campus, und ein modernes dreistöckiges Wohnheim wurde 2003 in Betrieb genommen. (Was allerdings wenig daran ändert, dass noch immer noch 75% der Studierenden, von denen fast alle aus New York kommen, außerhalb des Campus wohnen.) Die Adelphi University mag damit heute vielleicht nicht zur Spitzengruppe der New Yorker Hochschulen zählen, aber es tut sich etwas, und die Leute sind motiviert. Mit knapp 21.000 Dollar Studiengebühren pro Jahr liegt die Universität dabei außerdem im unteren Preissegment privater Hochschulen.

Für überdurchschnittlich qualifizierte Studienanfänger aus dem Ausland (d.h. auch deutsche Abiturienten) können sich die Kosten sogar noch einmal deutlich reduzieren, denn die Adelphi University bietet eine begrenzte Anzahl von Stipendien, für die auch internationale Bewerber in Frage kommen. Die Förderung reicht von jährlich 6.000 Dollar bis hin zum kompletten Erlass der Studiengebühren! Zu haben sind Stipendien für besondere akademische Qualifikation, die anhand sehr guter Schulnoten, mindestens 100 Punkten im TOEFL und mindestens 1050 Punkten im SAT-Test nachzuweisen ist. Wer künstlerisch begabt ist, kann auch dafür ein Stipendium erhalten und muss entweder eine Mappe vorlegen oder zum Vorsprechen vorbeikommen. Außerdem gibt es noch eine Reihe von Sportstipendien. Adelphis besondere Stärken in diesem Bereich liegen im Fußball (Damen und Herren) und Basketball (Damen und Herren). Die Förderung wird für die gesamten vier Jahre Studium bis zum Bachelor vergeben und muss nicht gesondert beantragt werden. Für die Bewerbung an der Uni gibt es keine vorgegebenen Fristen. Eine attraktive Option, die ich Abiturienten mit USA-/New York-Ambitionen nur empfehlen kann. Mehr lesen ...

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Willkommen beim TransatlanTicker! Ich heiße Carsten Bösel und bin als Autor, Übersetzer und unabhängiger Studienberater mit Schwerpunkt USA und Kanada tätig. Auf dieser Seite blogge ich regelmäßig über Neuigkeiten aus der nordameri- kanischen Hochschulszene: Studiengänge, Stipendien, Bewerbungstipps, Sprach- und Eignungstests, Postdoc-Stellen, Campusleben und vieles mehr. Ich freue mich über Fragen, Anregungen und Kommentare!

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