Studium: Faecher: Pol.Wiss.

Demokratieforschung: Stipendien für Doktoranden und Postdoktoranden an der Yale University

Am MacMillan Center for International and Area Studies der Yale University geht man im Rahmen des Yale Program on Democracy (YPD) der Frage nach, wie Demokratien funktionieren sollten und wie/ob sie es tatsächlich tun. Es geht also um die Schnittstellen zwischen normativer und empirischer Demokratieforschung, und zwar hauptsächlich in Bezug auf junge, sich entwickelnde Demokratien in Transformationsgesellschaften. Das Zentrum vergibt ein- und zweisemestrige Forschungsstipendien an Nachwuchswissenschaftler (Doktoranden und Postdoktoranden aus den Sozialwissenschaften), deren Arbeit sich mit den sozioökonomischen und institutionellen Funktionsvoraussetzungen demokratischer Systeme beschäftigt wie z.B. den Auswirkungen von Armut und Ungleichheit oder der Ausgestaltung des Parteien- und Repräsentationssystems. Die Stipendiaten sollen während ihres Aufenthaltes an ihrem Forschungsvorhaben weiterarbeiten und dies nach Möglichkeit auch abschließen. Von Postdoktoranden wird darüber hinaus erwartet, dass sie ein Seminar zu ihrem Forschungsthema unterrichten. Das Stipendium umfasst 40.000 (Postdocs) bzw. 20.000 US-Dollar (Doktoranden) für zwei Semester (ab September 2007) zuzüglich Krankenversicherung und anderer Leistungen. Zur Bewerbung gehört u.a. eine Beschreibung des Forschungsvorhabens, eine Arbeitsprobe von 20 Seiten sowie zwei Empfehlungsschreiben. Die Bewerbungsfrist läuft bereits am 26. März 2007 ab, d.h. für dieses Jahr dürfte nicht mehr viel zu machen sein. Aber es lohnt sich, diese Stipendien für das nächste Jahr vorzumerken. Mehr lesen …

Internationale Politik: Summer School an der Johns Hopkins University

Auch in diesem Sommer bietet die bekannte Paul H. Nitze School of Advanced International Studies (SAIS) an der Johns Hopkins University wieder Graduiertenkurse im Bereich Internationale Beziehungen, Außen- und Sicherheitspolitik und VWL an. Die Summer School läuft vom 4. Juni bis 25. Juli 2007 und richtet sich an amerikanische und internationale Studierende, Absolventen und Berufstätige, die mindestens über einen Bachelor-Abschluss verfügen bzw. sich im Hauptstudium befinden. Die Teilnehmer der Summer School können maximal zwei Kurse aus dem Seminarprogramm belegen und erhalten dafür nach erfolgreichem Abschluss „credit points,“ d.h. die Leistungen können grundsätzlich auf das Studium in Deutschland angerechnet werden. Das sollte allerdings vorab genau mit dem jeweiligen Fachbereich abgeklärt werden. Die Studiengebühren betragen 2.340 US-Dollar pro Kurs, und die Universität schätzt die Gesamtkosten einer Programmteilnahme mit einem Kurs auf rund 6.000 US-Dollar einschließlich Unterkunft, Verpflegung und persönliche Ausgaben.

Wer möchte, kann am SAIS im Sommer übrigens auch geopolitisch-strategisch wichtige Sprachen wie Arabisch, Chinesisch, Japanisch, Hindi oder Russisch lernen. Sehr interessant finde ich auch die Option English as a Second Language and American Studies: Bei dieser Variante gibt es morgens Englischunterricht; nachmittags stehen Vorträge und Exkursionen zu verschiedenen Aspekten der Politik, Gesellschaft und Kultur der USA auf dem Programm. In Washington kann man dabei z.B. einen US-Senator treffen, die Redaktionsräume der Washington Post besuchen oder sich die National Gallery of Art im Smithsonian anschauen. Eine feine Sache z.B. für Profis aus Politik, Wirtschaft und Kultur, die aus beruflichen Gründen nicht nur ihre Englischkenntnisse verbessern, sondern auch landeskundliche Kenntnisse über die USA erwerben möchten. Auch dies mit 2.100 US-Dollar Studiengebühren zwar nicht gerade billig, aber das Preis-Leistungs-Verhältnis dürfte hier absolut in Ordnung sein. Bewerbungsschluss für die Summer School ist der 20. April, für die Sprachprogramme der 4. Mai 2007.

Internationaler Sommerkurs zum Thema "Sicherheitspolitik" in Washington D.C. und Berlin

Die renommierte amerikanische Georgetown University in Washington D.C. und die Berliner Humboldt Universität bieten in diesem Sommer ein gemeinsames vierwöchiges Seminar unter dem Titel „Security and Society“ an, das jeweils zur Hälfte in den beiden Hauptstädten stattfindet.

Unter multi-disziplinärer Perspektive sollen dabei die wichtigen sicherheitspolitischen Fragen des beginnenden 21. Jahrhunderts beleuchtet werden, wie etwa Rüstungskontrolle, Migration oder der Kampf gegen Terror. Während der ersten beiden Wochen in Washington D.C. stehen Vorlesungen und Besuche bei den bedeutendsten sicherheitspolitischen Organisationen und Think Tanks der USA im Mittelpunkt. An der Humboldt Universität geht es dann in erster Linie um die theoretischen, historischen und politischen Hintergründe kollektiver Vorstellungen von „Sicherheit“ sowie die Analyse aktueller Debatten.

Das Seminar findet vom 19. Juni – 25. Juli 2006 statt und kostet 7.695,- US-Dollar. Nicht enthalten in dieser Gebühr sind die Kosten für Flug, Verpflegung und Krankenversicherung. Voraussetzungen für die Teilnahme sind ein abgeschlossenes Studium sowie erste berufliche Erfahrungen. Anmeldeschluss ist der 14. April 2006. Mehr Informationen ...

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Willkommen beim TransatlanTicker! Ich heiße Carsten Bösel und bin als Autor, Übersetzer und unabhängiger Studienberater mit Schwerpunkt USA und Kanada tätig. Auf dieser Seite blogge ich regelmäßig über Neuigkeiten aus der nordameri- kanischen Hochschulszene: Studiengänge, Stipendien, Bewerbungstipps, Sprach- und Eignungstests, Postdoc-Stellen, Campusleben und vieles mehr. Ich freue mich über Fragen, Anregungen und Kommentare!

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