TOEFL & Co.

TOEFL ab April 2008 teurer

Nur knapp zwei Jahre nach der letzten Preiserhöhung wird sich die Gebühr für den Sprachtest TOEFL zum 1. April 2008 erneut um saftige 20% erhöhen, wie der Testveranstalter ETS vor ein paar Tagen angekündigt hat. Bisher kostet die Teilnahme 155 US-Dollar; künftig werden es nun 185 US-Dollar sein. Da kann man derzeit nur von Glück sagen, dass die Erhöhung bis auf weiteres vom günstigen Wechselkurs aufgefangen wird. Wer ein TOEFL-Ergebnis benötigt und sich die 30 Dollar sparen möchte, sollte daher versuchen, noch einen Termin bis zum 31. März zu bekommen. Die aktuelle Liste gibt es hier. Fairerweise muss man allerdings sagen, dass der TOEFL trotz Preiserhöhung immer noch günstiger ist als die Alternative IELTS, die 170 Euro kostet.

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Systemabsturz beim TOEFL: keine Panik!!

Vor vier Tagen - am 15. Dezember 2007 - gab es bei der Durchführung des Sprachtest TOEFL erhebliche technische Probleme. Mit der Folge, dass der Test vielerorts nur eingeschränkt oder überhaupt nicht durchgeführt werden konnte. An manchen Testzentren, auch im deutschsprachigen Raum, warteten die Teilnehmer mitunter mehrere Stunden, um schließlich unverrichteter Dinge wieder nach Hause zu gehen. Dieser globale Crash ist deshalb besonders ärgerlich, weil die Bewerbungsfristen vieler amerikanischer Hochschulen nahen. Bei vielen Betroffenen liegen jetzt eventuell die Nerven blank, zumal bei der zuständigen Firma Prometric wie so oft telefonisch zunächst nichts über das weitere Vorgehen zu erfahren war.

Hier nun die Entwarnung vom Veranstalter ETS: Es wird einen Ersatztermin am 5. Januar 2008 geben. Alle vom Systemausfall Betroffenen, die an diesem Tag Zeit haben, sollten sich nicht bei Prometric melden, sondern Geduld haben und auf eine E-Mail oder einen Anruf innerhalb der nächsten fünf Tage warten. Dann können auch andere Ausweichtermine persönlich vereinbart werden.

Wer den Ersatztermin am 5. Januar 2008 definitiv nicht wahrnehmen kann, sollte jedoch direkt Kontakt zu Prometric aufnehmen, um einen Termin an einem anderen Ort zu vereinbaren. Die Telefonnummer für Europa (Region 12) lautet: 0031-320-239-540.

Für diejenigen, die durch die technische Panne ihre Bewerbungsfristen versäumen und kein TOEFL-Ergebnis termingerecht einreichen können, hat ETS einen Brief verfasst, der die Situation erläutert und den Zulassungsbüros der Universitäten zugeschickt werden kann. Wer einen solchen Brief benötigt, kann ihn hier anfordern. Es besteht also kein Grund zur Beunruhigung: Niemand wird wegen dieses Systemausfalls an einer Hochschule abgelehnt werden.

Wer schwierig ist der TOEFL? Eine kleine Weltmeisterschaft

Wer den TOEFL ablegen muss, fragt sich unweigerlich, wie schwierig dieser Englischtest wohl sein wird. Natürlich gibt es auf diese Frage keine pauschale Antwort, denn ob die Prüfung als schwierig empfunden wird, hängt von den jeweiligen Englischkenntnissen ab. Wer gut Englisch spricht, wird auch nur wenige Probleme mit dem TOEFL haben. Interessant ist in diesem Zusammenhang vielleicht eine Statistik (PDF), die ich auf der Webseite des Testveranstalters ETS gefunden habe: Dort sind die durchschnittlichen Testergebnisse der letzten Jahre nach Nationalitäten aufgeschlüsselt. Seit der Einführung des internetbasierten Formats (iBT) im September 2005 haben demnach die Prüflinge aus folgenden Ländern die besten Ergebnisse erzielt (Die Höchstpunktzahl ist 120):

1. Niederlande (102 Punkte)
2. Dänemark (101)
3. Singapur (100)
4. Österreich, Belgien, Südafrika (jeweils 99)
5. Norwegen (98)
6. Großbritannien*, Finnland (jeweils 97)
7. Deutschland, Schweiz (96)
8. Schweden, Portugal, Luxemburg (jeweils 95)
9. Estland (94)
10. Argentinien, Island, Australien*, Slowenien (jeweils 93)

Man sieht also, dass die Deutschen im Schnitt sehr gut abschneiden - genau wie die meisten anderen Europäer. Ich wage an dieser Stelle also mal die These, dass der TOEFL für Deutsche nicht sehr schwierig ist. Was selbstverständlich nicht heißt, dass man sich nicht ein wenig darauf vorbereiten sollte, um die Methodik des Tests kennen zu lernen. *) Die Ergebnisse aus Großbritannien und Australien beziehen sich natürlich auf Nicht-Muttersprachler, die dort leben.

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GRE-Vorbereitung: kostenlose Probetests

Alle, die sich für den GRE-Test anmelden, bekommen anschließend vom Veranstalter eine CD-ROM mit Übungsaufgaben zur Vorbereitung zugeschickt. Wer sich vorher schon mal einen Eindruck davon verschaffen möchte, was bei diesem allgemeinen Eignungstest für das Master- und Doktorandenstudium eigentlich so gefragt wird, kann auf diesen beiden Webseiten einen kostenlosen Probetest machen: Number2.com und, meines Erachtens nicht ganz so gut, Majortests.com. Hinter beiden Adressen stecken Firmen, die Testvorbereitungsmaterialien und –kurse verkaufen möchten. Es handelt sich also nicht um "echte" Fragen aus dem Original-Test, sondern um nachempfundene Aufgaben. Das ist aber bei den meisten Büchern genauso, insofern sind die Übungstests eine sehr nützliche Sache.

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TOEFL Termine Deutschland 2007

Neues vom Educational Testing Service, dem Veranstalter des TOEFL Sprachtests: Die Anmeldung für Oktober 2007 ist ab sofort eröffnet. Im Herbst ist das Testaufkommen erfahrungsgemäß besonders hoch; insofern lohnt sich eine schnelle Anmeldung. Wann und wo in den kommenden Monaten noch Termine frei sind, kann man jetzt dank einer Überarbeitung der TOEFL-Webseite sehr viel einfacher herausfinden. Allein um zu dieser Information zu gelangen, musste man nämlich bisher erst ein Benutzerprofil anlegen und sich dann umständlich durch diverse Menüs klicken. Seit kurzem sind diese Angaben nun leicht zugänglich, und zwar hier. (Oder auf der TOEFL-Webseite unter der Rubrik "Learners and Testtakers" auf "TOEFL Locations and Dates" klicken.) 100%ig auf dem neuesten Stand ist zwar auch diese Liste nicht, weil sie lediglich alle 24 Stunden aktualisiert wird. Aber immerhin: Der Anfang zu mehr Transparenz ist gemacht.

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Neuer GRE-Test: Kommando zurück

Peinlich, peinlich: Erst vor wenigen Wochen hatte der Educational Testing Service (ETS) angekündigt, ab September 2007 eine neue Version der Graduate Record Examination (GRE) einzuführen. Der GRE ist ein wichtiger Eignungstest für die Zulassung zum Graduiertenstudium an amerikanischen Universitäten. Jetzt kam jedoch die Meldung, dass die ganze Aktion wieder abgeblasen wird und fürs erste alles beim Alten bleibt. Offenbar waren die Befürchtungen von Hochschulen, Studierenden und Bildungsberatern nicht ganz unberechtigt, dass die Umstellung des Tests ein ähnliches logistisches Debakel nach sich ziehen würde wie kürzlich die Einführung des neuen, internet-basierten TOEFL, wo bis heute nicht für eine ausreichende Anzahl an verfügbaren Plätzen gesorgt ist. Pikanterweise wurde die Einführung des neuen rGRE schon einmal um ein Jahr verschoben. ETS hat also seinen ohnehin bereits leicht ramponierten Ruf mit dieser Ankündigung nicht unbedingt aufgebessert. Oder doch? Immerhin bleibt amerikanischen und internationalen Bewerbern durch die Entscheidung möglicherweise ein neues Chaos erspart, der Test bleibt deutlich kürzer, die Verlage müssen ihre Vorbereitungsbücher nicht neu drucken und Studierende in Japan, Indien und China, wo eine Testsperre verhängt worden war, können ab sofort wieder Termine vereinbaren. Danke, ETS!

Neuer GRE-Test kommt im September 2007

Wer in den USA in ekomplett winem geistes-, sozial- oder naturwissenschaftlichen Fach promovieren möchte, kommt meistens nicht darum herum, vorher den so genannten GRE-Test (Graduate Record Examination) zu absolvieren. Dabei handelt es sich um einen Eignungstest (überwiegend) im multiple choice Format, der Aufschluss darüber geben soll, ob Bewerber die kognitiven Fähigkeiten mitbringen, die für ein Graduiertenstudium erforderlich sind. Der GRE General Test fragt folglich kein Fachwissen ab, sondern prüft allgemeine Kompetenzen wie logisches Denk- und Abstraktionsvermögen anhand von sprachlichen und mathematischen Aufgaben. Außerdem sind zwei Essays zu verfassen. (Fachwissen wird dagegen in den GRE Subject Tests abgefragt, die jedoch nur von einigen besonders selektiven Promotionsprogrammen verlangt werden.) Die GRE-Ergebnisse sind neben Zeugnissen, Abschlüssen, Bewerbungsessays und Empfehlungsschreiben eine wichtige Komponente der Bewerbungsunterlagen und können durchaus den Ausschlag für oder gegen die Zulassung eines Kandidaten geben. Der vierstündige Test, den amerikanische wie internationale Bewerber gleichermaßen ablegen müssen, ist also sehr ernst zu nehmen und gilt zu Recht als ziemlich schwer. In Deutschland kann man den GRE momentan immer montags und mittwochs in Berlin, Frankfurt/M. und München ablegen.

Nachdem der ursprünglich bereits für letztes Jahr geplante Relaunch des GRE nicht zuletzt aufgrund der katastrophalen Erfahrungen mit der Umstellung des TOEFL-Tests zunächst um ein Jahr verschoben wurde, hat der Veranstalter ETS nun angekündigt, dass es mit dem Revised GRE (rGRE) ab September 2007 losgehen soll. Anders als beim TOEFL, der mit dem Neustart um eine komplett neue Prüfungskomponente („Speaking“) erweitert wurde, bleibt es beim rGRE, was die Prüfungsabschnitte betrifft, bei den drei Bereichen „Verbal Reasoning“, „Quantitative Reasoning“ und „Critical Thinking and Analytical Writing.“ Jeder Bereich wurde allerdings komplett überarbeitet und stärker an die praktischen Realitäten des Promotionsstudiums angepasst. So soll z.B. der Schwerpunkt im sprachlichen Teil mehr auf höheren kognitiven Fähigkeiten als auf dem Abfragen von Vokabeln ohne jeden Kontext liegen. Die berüchtigten „GRE word lists“ mit Hunderten von teils obskuren und selten verwendeten Vokabeln, die insbesondere Nicht-Muttersprachler häufig zur Vorbereitung auf den Test pauken mussten dürften damit hoffentlich der Vergangenheit angehören. Im Mathematik-Teil soll es mehr Aufgaben geben, die auf wirklichkeitsnahen Szenarien basieren, und es darf künftig ein Bildschirmtaschenrechner benutzt werden. Hier einige Beispielfragen aus jedem der drei Bereiche:

Verbal Reasoning
Quantitative Reasoning
Critical Thinking and Analytical Writing

Der letzte GRE-Test im alten Format wird in Deutschland am 30. Juli 2007 stattfinden. Mit dem rGRE geht es dann in der zweiten Septemberwoche los. ETS hat angekündigt, in einigen Ländern mit einem hohen Testaufkommen bis zum Neustart ab sofort keine Termine mehr zu vergeben. Der Grund: Die neue Bewertungsskala wird erst während der ersten drei Testrunden endgültig festgelegt, und so soll sichergestellt werden, dass daran eine große Anzahl an Bewerbern teilnimmt, um zu aussagekräftigen Ergebnissen zu kommen. Deshalb wird an einigen Standorten also bewusst ein Anmeldestau produziert. Soweit ich weiß, ist Deutschland davon allerdings nicht betroffen. Meine heutige Stichprobe hat jedenfalls ergeben, dass alle Termine über die nächsten fünf Monate noch verfügbar sind. Hoffen wir also, dass der Übergang dieses Mal reibungslos vonstatten geht.

Nachtrag: Wie man's nimmt, hat sich die Hoffnung erfüllt oder auch nicht, denn die ganze Umstellung wurde komplett wieder abgeblasen und erneut verschoben.

TOEFL: Neue Termine für 2007

Der Educational Testing Service (ETS), Veranstalter des TOEFL-Sprachtests, hat soeben mitgeteilt, dass ab sofort Testtermine für Januar, Februar und März 2007 gebucht werden können, und zwar hier. Nach wie vor scheint es so zu sein, dass die vergleichsweise wenigen Termine sehr schnell ausgebucht sind, insofern ist es ratsam, sich so zügig wie möglich anzumelden. Da die Daten für 2007 im Laufe der kommenden Wochen erst nach und nach in das Online-Anmeldesystem eingepflegt werden, kann es sein, dass momentan noch nicht alle Testzentren zu sehen sind. ETS empfiehlt, es in solchen Fällen ein paar Tage später noch einmal zu versuchen … Es kann außerdem passieren, dass man durch die unübersichtliche Benutzerführung auf Abwege gerät oder mit Server-Aussetzern und Fehlermeldungen zu kämpfen hat – da heißt es: hartnäckig bleiben! Oder vielleicht doch lieber den IELTS machen ...

Nachtrag 16.12.: Kurz nach Bekanntgabe der neuen Termine stieg die Zahl der Anmeldungen sprunghaft an, was zur Überlastung des Servers und schließlich zum Zusammenbruch des Online-Registrierungssystems führte. Bis heute funktioniert es noch nicht wieder einwandfrei. Außerdem ist zumindest an einzelnen Testorten während des Tests das System abgestürzt, so dass alle betroffenen Kandidaten den TOEFL wiederholen müssen. Dummerweise kann man zurzeit nur äußerst schwer einen neuen Termin vereinbaren (siehe oben), und an vielen US-Unis läuft im Januar/Februar die Bewerbungsfrist ab. Das TOEFL-Chaos geht also weiter, und man fragt sich wirklich, wieso eine so große Firma wie ETS diese Probleme nicht in den Griff bekommt. Mein Ratschlag: US-Hochschulen anmailen und sich schriftlich bestätigen lassen, ob alternativ der IELTS akzeptiert wird. Die Anmeldung geht ganz einfach über eine Telefonnummer in Deutschland.

Vergleich TOEFL / IELTS: Kopf an Kopf

TOEFL oder IELTS? Die Frage, welcher dieser beiden Sprachtests für eine Bewerbung an einer englischsprachigen Universität besser geeignet oder leichter zu bewältigen sei, stellt sich heute fast jeder, der mit den Planungen für ein Studium im Ausland beginnt. Was Colleges und Universitäten in den USA betrifft, war die Antwort bis vor kurzem noch eindeutig: Zum Nachweis ausreichender Englischkenntnisse musste fast immer eine entsprechende Punktzahl im TOEFL vorgelegt werden; Ergebnisse aus anderen Sprachtests wie IELTS oder den Cambridge-Examina wurden nur höchst selten akzeptiert. Doch seit einigen Jahren wackelt die Monopolstellung des TOEFL in den USA, und der IELTS ist dabei, sich als gleichwertige Alternative zu etablieren, wie das Magazin Inside Higher Education kürzlich in einem Vergleich der beiden Tests berichtete.

Demnach hat sich die Zahl der US-Hochschulen, die alternativ zum TOEFL auch den IELTS akzeptieren, seit 2002 auf mehr als 800 verdoppelt. (Eine aktuelle List (Stand: Mai 2007) gibt es hier.) Das ist insofern ungewöhnlich, als der IELTS bislang hauptsächlich für den Commonwealth- Raum relevant war. In dem Maße, wie sich Länder wie Australien oder Neuseeland in den letzten Jahren weltweit als Ziele für ein Auslandsstudium empfohlen haben, sind jedoch auch Bekanntheitsgrad und Popularität des IELTS gestiegen. Dass viele amerikanische Hochschulen nun nicht mehr ausschließlich auf dem TOEFL bestehen, hat nicht zuletzt mit der stark gestiegenen Konkurrenz um internationale Studierende zu tun: Man möchte Bewerbern aus dem Ausland, die neuerdings nicht mehr nur das MIT, CalTech oder Stanford, sondern auch Hochschulen in Australien in Betracht ziehen, nicht zumuten, zwei verschiedene Sprachtests ablegen zu müssen, die beide nicht gerade preiswert sind.

Der TOEFL hat im vergangenen Jahr auf die gestiegene Konkurrenz durch den IELTS reagiert und neben der technischen Umstellung auf ein internet- basiertes Format auch einige inhaltliche Veränderungen vorgenommen: Wie der IELTS wird jetzt nicht mehr nur amerikanisches Englisch verwendet, sondern eine Reihe von Dialekten aus der gesamten englischsprachigen Welt. Die wichtigste Neuerung war die Einführung eines Testabschnitts, der das aktive Sprechvermögen der Teilnehmer abfragt – eine Komponente, über die der IELTS schon immer verfügt hat. US-Hochschulen hatten seit langem bemängelt, dass viele internationale Studierende (insbesondere aus dem asiatischen Raum) trotz guter TOEFL-Ergebnisse kaum in der Lage waren, sich an Seminardiskussionen zu beteiligen.

Die neu eingeführte Sprechkomponente ist jedoch gleichzeitig der größte Unterschied zwischen beiden Tests: Während das Sprechvermögen beim IELTS interaktiv im Rahmen eines persönlichen Gesprächs mit einem Prüfer aus Fleisch und Blut abgefragt wird, muss man beim TOEFL in ein Mikrofon sprechen. Die Aufzeichnung wird dann später von sechs verschiedenen Prüfern bewertet. Die Meinungen darüber, welche Methode die bessere und aussagekräftigere darstellt, gehen weit auseinander, auch unter amerikanischen Zulassungsämtern. Wo die einen in der Mikrofonaufzeichnung eine unnatürliche, artifizielle Kommunikationssituation sehen , die wenig mit der Realität im Seminar zu tun hat, betonen die anderen die höhere Objektivität dieser Methode gegenüber einem persönlichen Interview mit nur einem einzigen Prüfer, dessen subjektive Urteile und Präferenzen kaum nachvollziehbar sind.

Ungeachtet dieser methodologischen Feinheiten wird die Entscheidung auch vieler deutscher Interessenten nicht zuletzt deshalb häufiger zugunsten des IELTS ausfallen, weil mit der Umstellung des TOEFL auf das iBT-Format erhebliche logistische Probleme verbunden waren, die dazu geführt haben, dass die Testtermine noch immer teilweise auf Monate hinaus ausgebucht sind. Insofern ist es umso mehr zu begrüßen, dass der IELTS sich inzwischen auch in den USA einen Namen gemacht hat. Die Frage, welcher der beiden Tests denn nun der schwierigere ist, muss allerdings weiterhin unbeantwortet bleiben, denn die Antwort hängt natürlich davon ab, auf welchem Niveau sich die eigenen Englischkenntnisse bewegen. Meine Antwort ist und bleibt: Wer gut Englisch spricht, schneidet auch in beiden Tests gut ab. In diesem Sinne: viel Erfolg!

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Neue TOEFL-Gebühren ab Juli 2006

Gute oder schlechte Neuigkeiten? Der Educational Testing Service (ETS), Veranstalter des TOEFL-Sprachtests, hat sein Herz für die soziale Gerechtigkeit entdeckt und möchte den kleinen Budgets vieler Studierender mit einer Anpassung der Gebühren für den neuen TOEFL iBT entgegen kommen: Da die Kosten für eine Bewerbung an einer amerikanischen Universität ohnehin schon hoch genug sind, sollen ab Juli 2006 diejenigen, die finanziell schlechter gestellt sind, weniger für den vielfach verlangten Englischtest zahlen. Wer sich mehr leisten kann, soll dagegen künftig auch tiefer für den Test in die Tasche greifen.

Natürlich kann ETS nicht individuell für jeden Testteilnehmer die Vermögensverhältnisse klären, und so wird die finanzielle Bedürftigkeit nach den aktuellen Wirtschaftsdaten der jeweiligen Herkunftsländer errechnet. Da die Bundesrepublik trotz anhaltenden Jammerns wirtschaftlich noch immer zur Weltspitze zählt, heißt das, dass deutsche Studierende, die den TOEFL iBT ablegen wollen oder müssen, ab Juli 2006 statt wie bisher 140 US-Dollar nun 155 US-Dollar Gebühren bezahlen müssen. In Armenien oder Rumänien z.B. erhöht sich die Gebühr dagegen „nur“ auf 145 US-Dollar; Mexikaner und Bolivianer zahlen künftig 150 US-Dollar. Mit soviel zur Schau gestellter sozialer Verantwortung ist eine solch drastische Preiserhöhung wahrscheinlich noch nie verkauft worden.

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Willkommen beim TransatlanTicker! Ich heiße Carsten Bösel und bin als Autor, Übersetzer und unabhängiger Studienberater mit Schwerpunkt USA und Kanada tätig. Auf dieser Seite blogge ich regelmäßig über Neuigkeiten aus der nordameri- kanischen Hochschulszene: Studiengänge, Stipendien, Bewerbungstipps, Sprach- und Eignungstests, Postdoc-Stellen, Campusleben und vieles mehr. Ich freue mich über Fragen, Anregungen und Kommentare!

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