College USA: Fünf aktuelle Trends
Am vergangenen Wochenende brachte die Chicago Tribune einen interessanten Artikel über aktuelle Trends hinsichtlich Bewerbung und Zulassung an amerikanischen Hochschulen. Die Rede ist durchweg vom Bachelorstudium.
Trend Nummer Eins: Der aus der Sicht ausländischer Studieninteressenten beste Trend zuerst. Ich zitiere: "If you’re trying to get into one of the elite colleges, it’s a good time to be an international student." Die Internationalisierung der Hochschulen wird in den USA derzeit sogar von oberster Stelle als wichtige Strategie propagiert. Entsprechend groß sind die Bemühungen zahlreicher Institutionen, möglichst viele Nationalitäten auf ihrem Campus zu versammeln. Studierende aus dem Ausland bringen intellektuelles Kapital, kulturelle Bereicherung, gesteigertes Prestige und - bares Geld: "The students are ineligible for federal financial aid and therefore tend to be wealthy." Ein Dämpfer also für alle, die jetzt auf ebenso große Stipendien gehofft hatten.
Trend Nummer Zwei: Immer mehr Bewerber nehmen insbesondere beim Schreiben ihrer Bewerbungsessays professionelle Unterstützung von Studienberatern in Anspruch. Wenn dadurch aber die Essays immer stromlinienförmiger werden und immer weniger danach klingen, als hätte sie ein Teenager geschrieben, verlieren sie zunehmend ihre Aussagekraft. Die Kritik trifft auch mich, denn Redigieren und Korrigieren von Bewerbungsessays gehört zu meinen Dienstleistungen als Studienberater. Ich lege dabei allerdings stets großen Wert darauf, dass die Hauptarbeit am Text von den Bewerbern selbst zu leisten ist und in den Essays ihre Stimme zum Ausdruck kommt, nicht meine. Alles Andere wäre ethisch kaum zu vertreten.
Trend Nummer Drei: Da es immer schwieriger geworden ist, selbst an Universitäten unterhalb der Ivy League angenommen zu werden, schicken immer mehr Schüler Bewerbungen an mehr als fünf Hochschulen raus; manche sogar an bis zu zwanzig. Das bedeutet mehr Arbeitsaufwand, mehr Stress und mehr Kosten, denn für jede Bewerbung wird eine Bearbeitungsgebühr fällig, die nicht zurückerstattet wird.
Trend Nummer Vier: Die Zeiten der Hochglanzbroschüren sind offenbar vorbei. Immer mehr Colleges nutzen Web 2.0 Technologien wie Blogs, Podcasts, YouTube, Second Life, Video Newsletter oder auch SMS-Nachrichten, um ihre junge Zielgruppe zu erreichen. Manche treiben sich sogar in Chatrooms und Online-Foren herum, um Mundpropaganda über ihre Institution zu verfolgen und zu beeinflussen. Ob das wirklich etwas bringt, bleibt abzuwarten. Die Entscheidung zum Studium an dieser oder jener Universität ist schließlich etwas anderes als die zum Kauf eines Produkts. Oder?
Trend Nummer Fünf: Immer mehr High School Absolventen legen nach dem Schulabschluss erstmal ein Jahr Pause ein, bevor sie mit dem Studium beginnen. Während dieses so genannten "Gap Year" sammeln sie erste Berufserfahrungen, engagieren sich ehrenamtlich oder lernen eine Fremdsprache, und zwar möglichst im Ausland. Manche möchten sich durch solche Erfahrungen tatsächlich weiterentwickeln; anderen scheint es eher darauf anzukommen, ihre Bewerbungsunterlagen damit aufzupeppen, damit es beim zweiten Versuch an Harvard klappt.
Trend Nummer Eins: Der aus der Sicht ausländischer Studieninteressenten beste Trend zuerst. Ich zitiere: "If you’re trying to get into one of the elite colleges, it’s a good time to be an international student." Die Internationalisierung der Hochschulen wird in den USA derzeit sogar von oberster Stelle als wichtige Strategie propagiert. Entsprechend groß sind die Bemühungen zahlreicher Institutionen, möglichst viele Nationalitäten auf ihrem Campus zu versammeln. Studierende aus dem Ausland bringen intellektuelles Kapital, kulturelle Bereicherung, gesteigertes Prestige und - bares Geld: "The students are ineligible for federal financial aid and therefore tend to be wealthy." Ein Dämpfer also für alle, die jetzt auf ebenso große Stipendien gehofft hatten.
Trend Nummer Zwei: Immer mehr Bewerber nehmen insbesondere beim Schreiben ihrer Bewerbungsessays professionelle Unterstützung von Studienberatern in Anspruch. Wenn dadurch aber die Essays immer stromlinienförmiger werden und immer weniger danach klingen, als hätte sie ein Teenager geschrieben, verlieren sie zunehmend ihre Aussagekraft. Die Kritik trifft auch mich, denn Redigieren und Korrigieren von Bewerbungsessays gehört zu meinen Dienstleistungen als Studienberater. Ich lege dabei allerdings stets großen Wert darauf, dass die Hauptarbeit am Text von den Bewerbern selbst zu leisten ist und in den Essays ihre Stimme zum Ausdruck kommt, nicht meine. Alles Andere wäre ethisch kaum zu vertreten.
Trend Nummer Drei: Da es immer schwieriger geworden ist, selbst an Universitäten unterhalb der Ivy League angenommen zu werden, schicken immer mehr Schüler Bewerbungen an mehr als fünf Hochschulen raus; manche sogar an bis zu zwanzig. Das bedeutet mehr Arbeitsaufwand, mehr Stress und mehr Kosten, denn für jede Bewerbung wird eine Bearbeitungsgebühr fällig, die nicht zurückerstattet wird.
Trend Nummer Vier: Die Zeiten der Hochglanzbroschüren sind offenbar vorbei. Immer mehr Colleges nutzen Web 2.0 Technologien wie Blogs, Podcasts, YouTube, Second Life, Video Newsletter oder auch SMS-Nachrichten, um ihre junge Zielgruppe zu erreichen. Manche treiben sich sogar in Chatrooms und Online-Foren herum, um Mundpropaganda über ihre Institution zu verfolgen und zu beeinflussen. Ob das wirklich etwas bringt, bleibt abzuwarten. Die Entscheidung zum Studium an dieser oder jener Universität ist schließlich etwas anderes als die zum Kauf eines Produkts. Oder?
Trend Nummer Fünf: Immer mehr High School Absolventen legen nach dem Schulabschluss erstmal ein Jahr Pause ein, bevor sie mit dem Studium beginnen. Während dieses so genannten "Gap Year" sammeln sie erste Berufserfahrungen, engagieren sich ehrenamtlich oder lernen eine Fremdsprache, und zwar möglichst im Ausland. Manche möchten sich durch solche Erfahrungen tatsächlich weiterentwickeln; anderen scheint es eher darauf anzukommen, ihre Bewerbungsunterlagen damit aufzupeppen, damit es beim zweiten Versuch an Harvard klappt.
TransatlanTicker - 17. Aug, 08:35
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