Ausländische Studenten in den USA: Neue Zahlen
Nach längerer Tickerpause geht es nun weiter mit aktuellen Statistiken zur Anzahl der ausländischen Studierenden an Colleges und Universitäten in den USA. Wir erinnern uns: Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 wurde der jahrelange Anstieg bis zur Rekordmarke von etwas mehr als 586.000 internationalen Studierenden zunächst einmal gestoppt. Sicherheitsbedenken, verschärfte Einwanderungsbestimmungen sowie das zunehmend schlechte Image der Vereinigten Staaten ließen viele Interessenten aus dem Ausland ihren Blick in andere Länder wie Australien, Neuseeland oder Großbritannien wandern. Angesichts eines drohenden Verlusts wichtiger Nachwuchswissenschaftler schlugen die amerikanischen Hochschulen Alarm, und es kam zum Jahreswechsel 2005/06 sogar zu einem historischen Gipfel der Hochschulpräsidenten mit führenden Repräsentanten der US-Regierung.
Wie sich bereits im letzten Jahr andeutete, scheint die Wende zum Positiven geschafft: Nach dem neuesten Open Doors Report, den das Institute for International Education (IIE) wie jedes Jahr im November veröffentlicht hat, ist die Zahl der ausländischen Studenten in den USA im akademischen Jahr 2006/07 wieder um 3,2% gestiegen und liegt mit knapp 583.000 Studierenden fast wieder auf dem Rekordniveau vergangener Jahre. Die Zahl derjenigen, die ihr USA-Studium im September 2006 begonnen haben, hat im Vergleich zum Vorjahr sogar um 10% zugenommen. Die USA werden ihre Vormachtstellung auf dem internationalen Wissenschaftsmarkt also bis auf weiteres behalten. Woran deutlich wird, dass die Attraktivität eines Hochschulstandorts nur sehr bedingt mit der aktuellen Außenpolitik dieser oder jener Regierung zu tun hat.
Die Zahl der deutschen Studierenden in den USA hat allerdings wiederum um einige Prozentpunkte auf nun 8.656 Studierende abgenommen. Damit liegt Deutschland nur noch auf Platz 10 der Liste der stärksten Entsendeländer, die nach wie vor mit riesigem Abstand von Indien, China und Südkorea angeführt wird. Die meisten Deutschen studieren an Harvard, und zwar vor allem im Master- und Doktorandenbereich. Dicht gefolgt übrigens von der Hawaii Pacific University - wobei die Motivation, an letzterer zu studieren, eine etwas andere sein dürfte als die zu Studium oder Forschung an der Bostoner Eliteuni. Aber das ist nur eine Vermutung. Unter Deutschen ebenfalls sehr beliebt sind die beiden New Yorker Hochschulen Columbia und NYU sowie die University of Pennsylvania, das MIT sowie die staatliche University of Texas in Austin.
Die Zeiten, in denen amerikanische Hochschulen die Liste der beliebtesten Auslandsziele deutscher Studierender angeführt haben, sind jedoch seit langem vorbei. Das dürfte jedoch weniger an der wissenschaftlichen oder politisch-kulturellen Unattraktivität der USA liegen als an den vereinfachten Auslandsstudienmöglichkeiten, die sich dank ERASMUS und anderer Programme inzwischen innerhalb Europas bieten und die zu einer erheblichen Steigerung der internationalen Mobilität deutscher Studierender insgesamt geführt haben. Nach einem kürzlich veröffentlichten Bericht des Statistischen Bundesamtes waren 2005 erstmals die Niederlande Spitzenreiter in der Gunst deutscher Studierender, gefolgt von Großbritannien (der alten Nummer 1), Österreich und den USA auf dem immer noch beachtlichen vierten Platz.
Wie sich bereits im letzten Jahr andeutete, scheint die Wende zum Positiven geschafft: Nach dem neuesten Open Doors Report, den das Institute for International Education (IIE) wie jedes Jahr im November veröffentlicht hat, ist die Zahl der ausländischen Studenten in den USA im akademischen Jahr 2006/07 wieder um 3,2% gestiegen und liegt mit knapp 583.000 Studierenden fast wieder auf dem Rekordniveau vergangener Jahre. Die Zahl derjenigen, die ihr USA-Studium im September 2006 begonnen haben, hat im Vergleich zum Vorjahr sogar um 10% zugenommen. Die USA werden ihre Vormachtstellung auf dem internationalen Wissenschaftsmarkt also bis auf weiteres behalten. Woran deutlich wird, dass die Attraktivität eines Hochschulstandorts nur sehr bedingt mit der aktuellen Außenpolitik dieser oder jener Regierung zu tun hat.
Die Zahl der deutschen Studierenden in den USA hat allerdings wiederum um einige Prozentpunkte auf nun 8.656 Studierende abgenommen. Damit liegt Deutschland nur noch auf Platz 10 der Liste der stärksten Entsendeländer, die nach wie vor mit riesigem Abstand von Indien, China und Südkorea angeführt wird. Die meisten Deutschen studieren an Harvard, und zwar vor allem im Master- und Doktorandenbereich. Dicht gefolgt übrigens von der Hawaii Pacific University - wobei die Motivation, an letzterer zu studieren, eine etwas andere sein dürfte als die zu Studium oder Forschung an der Bostoner Eliteuni. Aber das ist nur eine Vermutung. Unter Deutschen ebenfalls sehr beliebt sind die beiden New Yorker Hochschulen Columbia und NYU sowie die University of Pennsylvania, das MIT sowie die staatliche University of Texas in Austin.
Die Zeiten, in denen amerikanische Hochschulen die Liste der beliebtesten Auslandsziele deutscher Studierender angeführt haben, sind jedoch seit langem vorbei. Das dürfte jedoch weniger an der wissenschaftlichen oder politisch-kulturellen Unattraktivität der USA liegen als an den vereinfachten Auslandsstudienmöglichkeiten, die sich dank ERASMUS und anderer Programme inzwischen innerhalb Europas bieten und die zu einer erheblichen Steigerung der internationalen Mobilität deutscher Studierender insgesamt geführt haben. Nach einem kürzlich veröffentlichten Bericht des Statistischen Bundesamtes waren 2005 erstmals die Niederlande Spitzenreiter in der Gunst deutscher Studierender, gefolgt von Großbritannien (der alten Nummer 1), Österreich und den USA auf dem immer noch beachtlichen vierten Platz.
TransatlanTicker - 26. Nov, 16:47
Positive Signale also, wie auch Allan Goodman, Präsident des Institute of International Education, der
Weniger öffentliche Aufmerksamkeit bekam die aktuelle OECD-Statistik zur weltweiten Verteilung internationaler Studierender. Hier wird wiederum deutlich, wie exponentiell die globale studentische Mobilität in den letzten Jahren angestiegen ist: Insgesamt 2,7 Millionen Studierende studieren zurzeit an Hochschulen im Ausland, was seit 2000 einen Anstieg von mehr als 40% bedeutet. Bezüglich der beliebtesten Zielländer hat sich gegenüber dem Vorjahr allerdings wenig geändert: Das mit Abstand beliebteste Zielland für internationale Studierende bleiben die USA (22%), gefolgt von Großbritannien (11%), Deutschland (10%) und Frankreich (9%). Diese „großen Vier“ beherbergen zusammen also mehr als die Hälfte aller internationalen Studierenden, wobei die USA in den letzten vier Jahren Verluste von 3% hinnehmen mussten.

